Südkoreas Finanzaufsicht plant einheitliches Digital-Asset-Gesetz – Opposition drängt auf Abschaffung der Krypto-Steuer

KI-Marktzusammenfassung
Südkoreas FSC plant ein einheitliches Gesetz "Digital Assets Basic Act", das Stablecoins, Zugang zu Börsen, Offenlegungspflichten, interne Kontrollen und Resilienz abdeckt, doch zentrale Gestaltungsfragen bleiben ungelöst und es wurde kein Zeitplan für die Einreichung festgelegt. Parallel dazu drängen Oppositionsabgeordnete darauf, die geplante Kryptokapitalertragsteuer ab 2027 aufzuheben, während die Regierung die Umsetzung unterstützt. Diese Kombination erhöht die regulatorische und steuerpolitische Unsicherheit und beeinflusst die wahrgenommenen Compliance-Kosten und die Marktzugänglichkeit für Krypto.
Einflussstufe
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Südkoreas Finanzdienstleistungskommission (FSC) will gemeinsam mit der regierenden Demokratischen Partei einen einheitlichen Regierungsentwurf für ein Grundsatzgesetz zu digitalen Vermögenswerten ausarbeiten. Das geplante "Digital Assets Basic Act" soll unter anderem die Ausgabe und den Umlauf von Stablecoins, Regeln für Digital-Asset-Dienstleister, Zulassungsvorgaben für Börsen, Offenlegungspflichten, interne Kontrollsysteme sowie Standards zur System- und Betriebsstabilität abdecken. Derzeit liegen der Nationalversammlung zehn einschlägige Gesetzesvorlagen vor. Bei zentralen Fragen gibt es noch keinen Konsens, etwa ob Stablecoin-Emittenten unter Bankenkontrolle stehen müssen und ob für große Krypto-Börsen Eigentumsgrenzen eingeführt werden sollen. Einen Zeitplan für die Einbringung des Gesetzesentwurfs hat die FSC bislang nicht festgelegt. Parallel dazu wird ein Gesetzentwurf zur Abschaffung der Steuer auf Krypto-Kapitalgewinne vorangetrieben. Eine entsprechende Änderung, die im März vom Abgeordneten Song Yeonseok aus der Oppositionspartei People Power Party eingebracht wurde, wurde am Mittwoch dem Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft der Nationalversammlung zur Prüfung vorgelegt. Zudem soll eine Petition zur Unterstützung der Steuerabschaffung, die von mehr als 50.000 Unterschriften getragen wird, dem Petitionsunterausschuss zugeleitet werden. Nach aktuellen Plänen sollen ab dem 1. Januar 2027 Krypto-Gewinne von mehr als 2,5 Millionen KRW pro Jahr mit 20% Einkommensteuer zuzüglich 2% Lokalsteuer belastet werden. Regierung und Regierungspartei wollen die Einführung wie vorgesehen umsetzen. Die Opposition hält die Besteuerung für unfair, solange die meisten gewöhnlichen Aktienanleger weiterhin steuerfrei bleiben.