Makroökonomie

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vor 6 Std.
Fed-Chef Kevin Warsh vor Schlüsselwoche: Supreme Court prüft Entlassung von Gouverneurin Lisa Cook, Auftritt in Sintra im Fokus
Der Oberste Gerichtshof der USA steht vor einer Entscheidung darüber, ob die Trump-Regierung die Fed-Gouverneurin Lisa Cook absetzen darf – der Fall gilt als wichtiger Test für die Unabhängigkeit der Notenbank. Zugleich will Fed-Chef Kevin Warsh beim EZB-Forum in Sintra (Portugal) erstmals vor internationalem Publikum seine neue Kommunikationslinie vorstellen und die Abkehr von expliziter Zins-Vorablenkung erläutern. Warsh betont dabei einen strikt datenabhängigen Ansatz, während der Markt in den kommenden Monaten eher mit Zinserhöhungen rechnet und Donald Trump weiter auf niedrigere Zinsen drängt.
vor 6 Std.
vor 1T
Fed-Zinssenkungen: Arbeitsmarkt dürfte nachgeben, Inflation stark fallen – Warshs Auftritt als „weitgehend performativ“ bezeichnet
Der Beitrag beschreibt eine Spaltung über den künftigen Kurs der US-Notenbank: Der Markt preist aktuell mit 77% die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen im laufenden Jahr ein, getrieben von steigenden Ölpreisen infolge geopolitischer Konflikte und einer durch den KI-Boom verschärften Chipknappheit, die die Inflation anheizt. Analysten von Citi und der Brookings Institution widersprechen und verweisen darauf, dass sich der Ölmarkt in Richtung Überangebot gedreht habe und der Kern-CPI bis August unter 2.5% fallen könnte. Zudem könnte der US-Arbeitsmarktbericht für Juni schwächer ausfallen; als potenzieller Wendepunkt wird ein CPI-Termin am 14. Juni genannt. Der Text stellt ausdrücklich einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Ölpreisschwankungen und Inflationserwartungen heraus und bezeichnet Crude Oil als einziges traditionelles Asset, das mechanistisch verankert sei.
vor 1T
vor 1T
FedEx nennt im Earnings-Call zwei Makro-Signale: keine „Nachfragezerstörung“ und zweistelliges Umsatzwachstum durch KI-Rechenzentren
FedEx sagte im jüngsten Earnings-Call, im Frachtgeschäft sei keine „Nachfragezerstörung“ zu erkennen, während die Umsätze in den Premiumsegmenten deutlich zulegen. Zudem treibe eine Mischung aus Lageraufbau und Restocking sowie KI- und Rechenzentrumsbezogenen Sendungen ein zweistelliges Umsatzwachstum. Das Unternehmen ordnete KI und Datacenter als neuen, schnell skalierenden Wachstumsmotor ein. Das Signal deutet auf eine widerstandsfähigere Realwirtschaft und anhaltend hohe Investitionsbereitschaft hin – mit Rückenwind insbesondere für die KI-Infrastrukturkette und breiter für Risikoanlagen.
vor 1T
vor 2T
Supreme-Court-Urteil und EZB-Forum in Sintra stellen Fed-Chef Warsh in seiner Startphase auf die Probe
Der Oberste Gerichtshof der USA dürfte in der Woche der Entscheidung darüber urteilen, ob Präsident Donald Trump Fed-Gouverneurin Lisa Cook entlassen darf, nachdem er ihre Absetzung im August angekündigt hatte. Der Fall testet erstmals gerichtlich, was die im Federal Reserve Act vorgesehene Entlassung „for cause“ in der Praxis bedeutet. Untergerichte haben die Entlassung vorerst gestoppt und Cook im Amt belassen. Eine Bestätigung starker Amtszeitschutzregeln würde die Unabhängigkeit der Fed in einer Phase erhöhter Inflationssorgen und zunehmender Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen stützen.
vor 2T
vor 2T
Fed-Chef Kevin Warsh stellt bis Ende 2026 mindestens eine Zinserhöhung in Aussicht, Trump nennt das „kaum zu glauben“
Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh deutete mit den Worten „kaum zu glauben“ mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026 an. Die Märkte reagierten umgehend: Der S&P 500 fiel um 1,2%, der Nasdaq Composite um 1,3%. Präsident Trump zeigte sich unzufrieden, stellte Warsh als Personalie aber nicht infrage. Die Aussage wird als klares Signal für einen Kurswechsel gewertet und löste kurzfristigen Verkaufsdruck bei Aktienindizes aus.
vor 2T
vor 2T
Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen sinken, da mehr Hormus-Transporte Ölpreise drücken
Am Freitag gaben die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen nach, nachdem fallende Ölpreise im Zusammenhang mit zunehmenden Schiffsbewegungen durch die Straße von Hormus Hoffnungen auf eine nachlassende Inflation geweckt hatten. Händler bewerten zugleich die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Trotz einzelner hawkisher Signale von Währungshütern deutet die vorherrschende Einschätzung darauf hin, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr unverändert lassen dürfte.
vor 2T
vor 2T
Fed-Vertreter halten Fokus auf Inflation, Goolsbee warnt vor anhaltendem Preisdruck
Fed-Vertreter Austan Goolsbee und John Williams betonten, dass die Inflation weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel liegt. Im Mai stieg die Kern-PCE-Inflation auf 3.4% und erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober 2023; die Gesamt-PCE-Inflation lag bei 4.1%. Als Treiber nannten sie unter anderem höhere Energiepreise im Zusammenhang mit dem jüngsten Konflikt im Nahen Osten, wobei die Energiepreise im Monatsvergleich um 6.5% zulegten. Beide bekräftigten, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung angemessen sei, während die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 28–29 Juli auf rund 30% einpreisten.
vor 2T
vor 2T
Stärkere US-Zinsen setzen kanadischen Dollar weiter unter Druck
Der Chef-Devisenstratege von BMO, Mark McCormick, sieht den kanadischen Dollar durch eine robuste US-Konjunktur und Erwartungen an weitere Zinsschritte der US-Notenbank belastet, die bereits im September – oder sogar im Juli – erfolgen könnten. Da Zentralbanken ihre Forward Guidance zurückfahren, richten sich Anleger stärker nach Konjunkturdaten, was den US-Dollar stützt und den „Loonie“ drückt, sagte McCormick. Er hält einen Rückgang des kanadischen Dollars auf etwa 69 US-Cents für möglich.
vor 2T
6-26
Dollar gibt am Freitag gegenüber wichtigen Währungen nach, bleibt aber auf Kurs für stärksten Monat seit Juli 2025
Der Dollar gab am Freitag gegenüber wichtigen Währungen nach, nachdem Anleger ihre Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve zurückgenommen hatten. Auslöser waren jüngste Konjunkturdaten und sinkende Ölpreise. Trotz des Tagesrückgangs steuert der Dollar auf seine stärkste Monatsperformance seit Juli 2025 zu. Inflationsindikatoren lagen im Rahmen der Erwartungen, während fallende Energiekosten den Straffungsspielraum in Europa dämpften, die Fed aber weiter mit einer Zinserhöhung rechnet.
6-26
6-26
Ökonomen erwarten 2026 unveränderte Fed-Zinsen trotz Marktwetten auf zwei Erhöhungen
Die US-Notenbank Federal Reserve wird ihren Leitzins nach Einschätzung der meisten befragten Ökonomen im restlichen Jahr 2026 unverändert lassen, obwohl die Finanzmärkte zuletzt zwei Zinserhöhungen eingepreist hatten, wie eine Reuters-Umfrage zeigt. Die Inflation liegt weiter über 4% und damit deutlich über dem 2%-Ziel, während zusätzliche Preisspannungen durch Importzölle von Präsident Donald Trump verstärkt werden. Fed-Chef Kevin Warsh stellte in den Vordergrund, die Inflation zurück auf 2% zu bringen, und erwähnte den Arbeitsmarkt kaum. Zugleich setzt die Fed unter Warsh auf knappere Kommunikation und weniger Forward Guidance, während ein Umfeld „higher for longer“ die Bewertungen von Rohstoffen belastet.
6-26