SBCFX: Auffällige Zwangsliquidationen bei London-Gold-Handel reißen Anleger in hohe Verluste
KI-Marktzusammenfassung
Berichte über ein ungewöhnliches Zwangsliquidationsereignis in gehebelten XAUUSD-Derivaten auf der Plattform SBCFX, gefolgt von einem verlassenen Büro in Hongkong, schüren Bedenken hinsichtlich Gegenparteirisiken und operationeller Risiken für die Beteiligung von Privatanlegern am goldbezogenen Handel. Vorwürfe von 500-facher Hebelwirkung, schnell systemgenerierten gegenläufigen Positionen und mit USDT finanzierten Einzahlungen erhöhen die Unsicherheit in Bezug auf die Rückführung von Kundengeldern und könnten die Risikoneigung für Plattformen mit hoher Hebelwirkung im Rohstoffhandel vorübergehend dämpfen.
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Wie Huo Xing Cai Jing berichtet, kam es bei SBCFX zu einem ungewöhnlichen Zwangsliquidationsereignis im Handel mit London Gold (XAUUSD). Im Anschluss wurde das Hongkonger Büro des Unternehmens demnach verlassen vorgefunden, mehrere Anleger berichten von erheblichen Verlusten.
Nach Angaben mehrerer Investoren traten am Abend des 19. August bei automatisierten Positionen in London-Gold-(XAUUSD)-Derivaten auf der SBCFX-Plattform extreme Unregelmäßigkeiten auf: Innerhalb von 1 bis 3 Sekunden habe das System in großem Umfang entgegengesetzte Short-Positionen eröffnet. Kurz darauf sei der internationale Goldpreis stark gestiegen, was zu massenhaften Konto-Liquidationen geführt habe. Einige Konten seien auf null gefallen, andere hätten aufgrund von Schulden negative Salden ausgewiesen.
Unter einer "London-Gold-Liquidation" verstehen Betroffene ein Risiko im gehebelten Handel, bei dem die Positionsrichtung gegen die Goldpreisentwicklung läuft und die Verluste aufgrund der Hebelwirkung die verfügbare Margin übersteigen. In der Folge schließt die Plattform Positionen zwangsweise, wodurch das eingesetzte Kapital vollständig verloren gehen kann.
Betroffene Anleger schätzen, dass rund 2.000 bis 3.000 Personen betroffen sind, darunter zahlreiche Investoren vom chinesischen Festland. Einige haben nach eigenen Angaben Anzeige bei den Behörden in Hongkong erstattet. Sie fordern zudem, dass die Plattform eine zuvor zugesagte Begrenzung des maximalen Verlusts auf 30% einhält und 70% des Kapitals zurückerstattet.
Mehrere Investoren verweisen darauf, dass SBCFX Hebel von bis zu 500x angeboten habe. Ein Teil der Einzahlungen sei über den Stablecoin USDT erfolgt, was die Nachverfolgung der Geldflüsse erschwere. Öffentlichen Informationen zufolge bewirbt sich SBCFX als Anbieter von Handel in Devisen, Rohstoffen, Indizes und Kryptowährungen und stellt sich als lizenzierte, regelkonforme internationale Handelsplattform dar.