XRP Healthcare stellt Betrieb ein: Wallet-Schwachstelle legt 4.000 Konten offen und verursacht rund 450.000 US-Dollar Schaden

KI-Marktzusammenfassung
XRP Healthcare wird eingestellt, nachdem ein Fehler bei der Wallet-Schlüsselerzeugung rund 4.000 Konten offenlegte und Diebstähle in Höhe von etwa 450.000 US-Dollar ermöglichte; die Token (XRPH, XRPHAI) sollen aus dem Handel genommen werden, und Fristen für Auszahlungen werden den Börsen überlassen. Der Vorfall unterstreicht ein Sicherheitsrisiko auf Anwendungsebene auf XRPL statt eines Protokollversagens, kann aber dennoch das Vertrauen und die Liquidität im XRPL-Ökosystem belasten. Gestohlene Gelder wurden zu einer Ethereum-Adresse nachverfolgt, die DAI hält, was laufende Ermittlungen unterstützt.
Einflussstufe
● Medium
Betroffene Assets
XRP/USDT-2.88%
AI-Einblick · XRP/USDTAI-Einblick
▼ Bärisch
Jetzt traden
⚠️ Die von AI generierten Einblicke basieren auf Nachrichteninhalten und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie stellen weder eine Anlageberatung dar noch geben sie die Ansichten von BingX wieder. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Bitte trade verantwortungsbewusst.
XRP Healthcare, eine Gesundheitsplattform auf Basis des XRP Ledger (XRPL), fährt den Betrieb herunter. Auslöser ist eine Schwachstelle in der XRPH Wallet, durch die tausende Konten offengelegt und Vermögenswerte in Höhe von etwa 450.000 US-Dollar abgezogen wurden. Am 10. September erklärte das Projekt, der Vorfall vom 3. September habe den finanziellen und operativen Druck deutlich erhöht. Das Unternehmen verwies auf hohe Entwicklungskosten, einen anhaltenden Krypto-Bärenmarkt sowie einen gescheiterten Versuch, an die Börse zu gehen. In der Folge bereitet XRP Healthcare das Delisting seiner Token vor, darunter XRPH und XRPHAI. Die jeweiligen Börsen sollen individuelle Fristen für Auszahlungen festlegen. Die XRPH-Wallet-Apps bleiben vorerst offline; geistiges Eigentum und das globale Markenportfolio will das Unternehmen behalten. Vor dem Shutdown wurde ein massenhafter Abfluss registriert: XRPL.to führte die Spur auf 10.281 Zahlungen zurück, die zwischen dem 3. und 4. September von 4.011 Sender-Wallets ausgingen. Der Analyse-Dienst stufte 4.010 dieser Wallets als Opfer ein, nachdem er ermittelt hatte, dass ein einzelner Sender das Sammler-Konto finanzierte. In das identifizierte Sammler-Konto flossen etwa 267.664 XRP, 23,2 Mio. XRPH und 2,43 Mio. XRPHAI. Der Gegenwert der entwendeten Assets wird auf rund 450.000 bis 452.000 US-Dollar beziffert. Nach Angaben der Entwickler lag die Ursache in der Art, wie die XRPH Wallet Zugangsdaten erzeugte. Die App übergab einen 55 Zeichen langen Wert an xrpl.Wallet.fromEntropy(), das jedoch rohe Bytes erwartet. Effektiv wurden nur die ersten 16 Zeichen berücksichtigt. Dadurch blieben 14 variable Ziffern übrig, was den Suchraum auf etwa 72,9 Billionen Kombinationen (rund 2^46) reduzierte statt der vorgesehenen 2^128. Zusätzlich wurde Math.random() verwendet, was den praktisch durchsuchbaren Raum weiter verkleinert haben könnte. Das Team habe mit öffentlich verfügbaren Informationen und einem teilweisen Scan des reduzierten Schlüsselraums private Schlüssel für neun aktive Wallets rekonstruieren können, darunter vier bestätigte leergeräumte Konten. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass der Abfluss vom 3. September damit erklärbar ist, ohne Zugriff auf Nutzergeräte oder das XRPL-Protokoll. Die Schwachstelle bedeute zudem, dass sich eine kompromittierte Wallet nicht dadurch absichern lässt, dass derselbe Seed in eine andere Software importiert wird. XRP Healthcare rät Betroffenen, sämtliche mit der XRPH Wallet erzeugten Zugangsdaten aufzugeben und verbleibende Assets mit neu erzeugten Schlüsseln zu transferieren. Trotz der Betriebseinstellung sollen die Wiederbeschaffungs- und Aufklärungsmaßnahmen fortgesetzt werden. Das Unternehmen teilte mit, die gestohlenen Vermögenswerte seien lückenlos bis zu einer Ethereum-Adresse nachverfolgt worden, die etwa 445.198 DAI halte. Betroffene sollen auf Etherscan anhand der Transaktionsdaten ihrer geleerten Wallets sachliche Berichte einreichen. XRP Healthcare will nach eigenen Angaben weiter mit Börsen, Plattformen, Behörden und weiteren Beteiligten zusammenarbeiten und technische sowie transaktionsbezogene Unterlagen zum Vorfall sichern.