Trezor warnt nach Brevo-Leak: Phishing-Mails an 347.000 Kunden versendet
KI-Marktzusammenfassung
Trezor hat einen Sicherheitsvorfall bei Brevo, einer E-Mail-Plattform eines Drittanbieters, offengelegt, der überzeugende Phishing-E-Mails an ~347.000 Nutzer ermöglichte; ~2.500 klickten auf bösartige Links, die auf Wallet-Backups abzielten. Während Trezor das Problem schnell eindämmte und keine Kompromittierung der Kernsysteme meldet, erhöhen wiederholte Supply-Chain- und Anbieter-Leaks bei Wallet-Anbietern (Trezor, Ledger-bezogene Globale, SafePal) die Wahrnehmung operativer Risiken und Verwahrrisiken, was die kurzfristige Krypto-Stimmung und das Vertrauen von Privatanlegern potenziell belasten könnte.
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Wie ChainCatcher berichtet, hat der Hardware-Wallet-Hersteller Trezor vor einem Sicherheitsvorfall bei Brevo gewarnt. Über die Drittanbieter-Marketingplattform, die Trezor für Newsletter nutzt, konnten Angreifer Phishing-E-Mails an 347.000 Trezor-Kunden verschicken.
Die Täter nutzten dabei eine Trezor-Domain zum Versand, was die Nachrichten glaubwürdiger wirken ließ. In den E-Mails befanden sich schädliche Links, die Nutzer dazu verleiten sollten, Anwendungen herunterzuladen und ihre Wallet-Backups einzugeben. Trezor zufolge wurde die kompromittierte Domain innerhalb von 20 Minuten auf DNS-Ebene deaktiviert, sodass die Links nicht mehr erreichbar waren. Rund 2.500 Nutzer sollen bis dahin bereits auf die Links geklickt haben.
Trezor hat den Brevo-Account ausgesetzt, um weitere Aussendungen zu stoppen, und betont, dass keine anderen Trezor-Systeme betroffen gewesen seien. Zudem erinnerte das Unternehmen daran, dass Trezor Kunden niemals auffordert, ihre Wallet-Backups preiszugeben.
Bereits im Vormonat hatte Trezor gemeldet, dass der externe Fulfillment-Partner ShipMonk kompromittiert wurde und Daten von 11.742 Kunden offengelegt wurden. In der vergangenen Woche folgte die Mitteilung, dass zusätzlich die personenbezogenen Daten von weiteren 67.000 US-Kunden betroffen waren, darunter Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Lieferadressen und Bestellnummern.
Auch andere Anbieter meldeten in diesem Jahr Datenvorfälle: Der Zahlungsdienstleister Globale, der für die Krypto-Wallet Ledger arbeitet, sowie der Wallet-Anbieter SafePal. SafePal sprach von unbefugtem Zugriff auf Bestellinformationen von rund 39.800 Kunden.