Tethers 120-Millionen-Dollar-Wette auf Bitcoin-Mining in Uruguay scheitert

KI-Marktzusammenfassung
Reuters zufolge hat Tether zwei Bitcoin-Mining-Standorte in Uruguay nach einem Streit über die Stromzuteilung mit dem staatlichen Versorger UTE aufgegeben, nachdem Rechnungen nicht bezahlt wurden und es im Juli zu einer Abschaltung kam. Das Projekt im Umfang von rund 120 Mio. US-Dollar wurde als Vorlage für eine durch erneuerbare Energien betriebene, breitere Expansion in Südamerika vorgestellt, sodass sein Scheitern die Umsetzungs- sowie Gegenparteien-/Regulierungsrisiken beim energiegebundenen Mining unterstreicht. Kurzfristig könnte dies die Stimmung gegenüber groß angelegten Mining-Ausbauprojekten und der Zuverlässigkeit der Krypto-Infrastruktur belasten.
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Tether hat nach einem Streit mit dem staatlichen Energieversorger UTE zwei Bitcoin-Mining-Standorte in Uruguay aufgegeben. Auslöser war die Frage, wie viel Strom den Anlagen zur Verfügung stehen sollte, berichtet Reuters. Ein ehemaliger Auftragnehmer bezifferte die Investitionen auf rund 60 Millionen US-Dollar je Standort, insgesamt etwa 120 Millionen US-Dollar. Tether hatte die Expansion nach Uruguay 2023 angekündigt und das Land wegen erneuerbarer Energien und eines zuverlässigen Stromnetzes als "perfekte Plattform" bezeichnet. Zu Beginn erwirtschaftete das Projekt dem Bericht zufolge Einnahmen, später scheiterte der Betrieb aber daran, dauerhaft genügend Strom für einen stabilen Betrieb zu sichern. 2025 spitzte sich der Konflikt zu: Die lokale Tether-Einheit stellte die Zahlung von Stromrechnungen ein, UTE kappte im Juli die Versorgung, anschließend wurden die Aktivitäten eingestellt und der Großteil der Belegschaft entlassen. Offene Verbindlichkeiten wurden im Dezember beglichen. Uruguay sollte demnach als Testfeld für eine breitere Mining-Expansion von Tether in Südamerika dienen. Tether erklärte, weltweit mehr als 2 Milliarden US-Dollar in Energieerzeugung und Bitcoin-Mining investiert zu haben.