MANTRA stoppt Blockchain nach Vorfall im Cosmos-EVM-Modul – Token auf neuem Allzeittief
KI-Marktzusammenfassung
MANTRA hat seine Chain nach einem Vorfall in seinem Cosmos-EVM-Modul angehalten und dabei Transaktionen, Staking sowie Exchange-On-/Off-Ramps eingefroren, während eine gepatchte Version v8.4.0 vor einem koordinierten Neustart getestet wird. Obwohl das Team angibt, dass nur zwei Wallets betroffen waren und keine Nutzerfonds ausgenutzt wurden, haben der Ausfall und der Sicherheitskontext den Token auf ein neues Allzeittief gedrückt und damit ein erhöhtes operatives und Governance-Risiko hervorgehoben.
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MANTRA hat seine Blockchain nach einem Sicherheitsvorfall im Cosmos-EVM-Modul vorübergehend angehalten. Der native Token markierte am 21. August ein neues Allzeittief. Das Team teilte mit, betroffen seien zwei Wallet-Adressen gewesen; Nutzergelder seien nicht kompromittiert worden. Ein Patch werde aktuell getestet, ein Neustart des Netzwerks sei noch für heute möglich.
Nach Angaben von MANTRA wurde die Chain zunächst aus Vorsicht gestoppt, während der Vorfall untersucht wurde. Endpunkte und Transaktionen wurden eingefroren, Ein- und Auszahlungen über die MANTRA Chain waren zeitweise beeinträchtigt. In einem späteren Update hieß es, das Netzwerk bleibe pausiert, während Entwickler eine Behebung vorbereiten und testen. Transaktionen, Transfers und Staking waren in dieser Phase nicht verfügbar, wobei MANTRA betonte, dass die Nutzerbestände durch den Halt selbst nicht betroffen seien.
Inzwischen sei die Ursache identifiziert: Der Vorfall habe sich auf das Cosmos-EVM-Modul beschränkt und lediglich zwei Wallet-Adressen betroffen, bevor die Bedrohung eingedämmt worden sei. "Keine Nutzergelder wurden ausgenutzt", wiederholte das Team. Vor dem Neustartprozess sei zudem ein vollständiger Netzwerksnapshot erstellt worden.
Die gepatchte Version v8.4.0 soll die zugrunde liegende Schwachstelle schließen und wird auf dem DuKong-Testnet geprüft. Ziel sei ein koordinierter Mainnet-Upgrade samt Restart im Verlauf des Tages, sofern die Tests ohne Auffälligkeiten verlaufen. Validatoren wurden angewiesen, ihre Mainnet-Nodes bis zur offiziellen Restart-Ankündigung offline zu lassen.
Der Token, früher unter dem Namen OM bekannt, wird nach einer im März abgeschlossenen 1:4-Redenomination ohne Verwässerung sowie einer Ticker-Umstellung nun unter "MANTRA" gehandelt. Inhaber erhielten dabei vier MANTRA-Token je OM-Token, ohne dass sich der Gesamtwert zum Zeitpunkt der Umstellung verändert haben sollte.
Nach dem Stopp der Chain fiel der Token um mehr als 18% von rund 0,0050 US-Dollar auf 0,0041 US-Dollar und erreichte damit ein neues Allzeittief. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erholte sich der Kurs auf etwa 0,0046 US-Dollar, lag damit aber weiterhin rund 82% unter dem Allzeithoch vom 4. März bei 0,02627 US-Dollar.
Der Einbruch von OM bleibt für MANTRA ein Belastungsfaktor. Am 14. April 2025 war OM innerhalb von weniger als einer Stunde von über 6 US-Dollar auf unter 1 US-Dollar gefallen, was etwa 90% der Marktkapitalisierung auslöschte; die Liquidationen überstiegen 70 Millionen US-Dollar. CEO John Patrick Mullin führte den Absturz damals auf "rücksichtslose erzwungene Schließungen" durch zentrale Börsen zurück.
Die Folgen zogen sich bis Januar 2026, als MANTRA Stellenstreichungen in mehreren Teams bekanntgab. Das Unternehmen erklärte, die schnelle Expansion im Jahr 2024 sowie Anfang 2025 habe die Kostenbasis zu stark ansteigen lassen, nach einer schwierigen Marktphase und den Ereignissen rund um den Token-Crash. Mullin kündigte zudem an, nach dem Crash im April 2025 insgesamt 300 Millionen OM-Token zu verbrennen; die Verbrennung wurde später im selben Monat abgeschlossen.
MANTRA kündigte einen vollständigen Abschlussbericht (Postmortem) an. Bis dahin bleibt die Chain pausiert, während die gepatchte Software getestet wird.