Chinas Öleinfuhren fallen im Mai auf 7,8 Millionen Barrel pro Tag und dämpfen die Angst vor einem Preisschock
Trotz eskalierender Spannungen zwischen den USA, Israel und Iran blieb der befürchtete große Ölpreisschock aus, auch nachdem Donald Trump und Masoud Pezeshkian ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Beendigung der Feindseligkeiten unterzeichneten. Ein zentraler Faktor war, dass China seine Rohölimporte im Mai auf ein Achtjahrestief von 7,8 Millionen Barrel pro Tag drückte; die per Tanker ankommenden Mengen lagen mehr als 45% unter dem Durchschnittsniveau von 2025. Bloomberg-Energieanalyst Javier Blas bezeichnet China damit als ersten „Swing-Importeur“ auf der Nachfrageseite, der einen Teil des Angebotsrisikos abfederte. Möglich wurde das laut dem Beitrag durch strategische Reserven, den schnelleren Einsatz von E-Fahrzeugen sowie mehr Ersatz durch Kohleverstromung und Kohlechemie.