Kuba beschließt fast 200 Freimarkt-Reformen zur Abwehr eines wirtschaftlichen Kollapses

Kuba hat die bislang umfangreichsten Freimarkt-Reformen beschlossen, um einen wirtschaftlichen Kollaps abzuwenden. Auslöser ist eine seit Januar von den USA verhängte Ölblockade, die dazu führte, dass im laufenden Jahr nur ein russischer Öltanker anlegte. Landesweite, teils lange Stromausfälle sowie gravierende Engpässe bei Treibstoff und Medikamenten prägen die Lage; die Vereinten Nationen warnten, dass Kinder wegen fehlender Medikamente sterben. Die Reformen öffnen unter anderem Staatsunternehmen für ausländische Beteiligungen und heben die Pflicht zu Joint Ventures auf, lösen aber die aktuelle Energieversorgungskrise nicht.