Indiens Rupie: Devisentermingeschäfte der RBI und Zins-Hedges deckeln Entlastung durch fallende Ölpreise

Die Devisentermin-Shortposition der Reserve Bank of India (RBI) ist auf fast 110 Milliarden US-Dollar und damit auf ein Rekordniveau gestiegen; sie entstand vor allem über Dollar-Rupie-Swaps, mit denen Banken Fremdwährungszuflüsse sowie Absicherungen von Staatsunternehmen und deren Auslandsfinanzierungen an die Notenbank weiterreichen. Zusätzlich müssen Banken für Zinszahlungen auf rund 50 Milliarden US-Dollar an Fremdwährungseinlagen (6% p.a., durchschnittliche Laufzeit vier Jahre) weitere knapp 12 Milliarden US-Dollar über Terminkäufe absichern. Das dürfte Dollarzuflüsse, die durch sinkende Ölpreise entstehen, weitgehend absorbieren und den Spielraum für eine weitere Aufwertung begrenzen. Die Rupie hat sich zwar nach einem Rückgang auf knapp 97 auf 94,50 je US-Dollar erholt, doch der Aufbau von Devisenreserven und der Abbau der Terminpositionen bremsen laut Bankern weiteren Rückenwind.