Studie sieht große Lücken zwischen EU-Entwaldungsregeln und Brasiliens Praxis im Rindfleischsektor
Eine neue Studie sieht drei zentrale Hürden für die Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte (EUDR) in Brasilien: Der Cerrado wird in der EU-Definition nicht als Wald erfasst, Kontroll- und Rückverfolgbarkeitssysteme sind zersplittert, und China hat die EU als wichtigsten Abnehmer für brasilianisches Rindfleisch abgelöst. Die Analyse fokussiert zwar Rindfleisch, verweist aber darauf, dass auch Kaffee und Kakao zu den von der EUDR erfassten Waren gehören. Die Umsetzung könnte die Compliance-Kosten erhöhen und insbesondere kleinere Produzenten unter Druck setzen, was die globalen Lieferketten für Kaffee und Kakao spürbar belasten kann, ohne dass dies sofort Preisexplosionen oder politische Kurswechsel auslöste.