S&P Global: Indien soll Ölquellen breiter streuen und größere Reserven aufbauen – Rohölhandel seit Kriegsbeginn auf Tiefstand

Ein Bericht von S&P Global warnt, dass die Spannungen im Nahen Osten den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigen und damit rund 15 Millionen Barrel pro Tag der globalen Ölströme treffen. Indische Raffinerien verlieren dadurch etwa 20% ihrer Vorkrisen-Lieferungen von Rohöl aus dem Nahen Osten und weichen verstärkt auf Russland, die USA, Brasilien und Nigeria aus, so der Bericht. Gleichzeitig sank Indiens Rohölverarbeitung im April auf rund 5.23 Millionen Barrel pro Tag, 5.8% weniger als im März. Zwar drückten Berichte über eine vorübergehende US-Iran-Vereinbarung den Ölpreis an einem Tag um mehr als 1% auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Iran-Konflikts, doch die Normalisierung der Lieferketten brauche Zeit.