Bitcoin-Händler beobachten mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan: Yen-Shorts auf Neunjahreshoch
Huo Xing Finance berichtet unter Berufung auf CoinDesk, dass Bitcoin-Händler die Zinsentscheidung der Bank of Japan am Dienstag genau verfolgen sollten. In der Woche bis zum 9. Juni stiegen spekulative Yen-Short-Positionen von gehebelten Fonds auf über 115.000 Kontrakte – der höchste Stand seit November 2017.
Sollte die BoJ wie erwartet die Zinsen auf 1% anheben und weitere Straffungen in Aussicht stellen, könnten diese Short-Positionen zügig eingedeckt werden. Das würde den Yen nach oben treiben und Yen-finanzierte Carry Trades unter Druck setzen.
Bei Carry Trades leihen sich Investoren Yen und schichten in höher verzinste Risikoanlagen um – eine Strategie, die über Jahre Haussephasen an der Wall Street und an den Anleihemärkten begünstigt hat und auch als Rückenwind für den Kryptomarkt gilt.
Nach der Zinserhöhung der BoJ im Juli 2024 führte eine rasche Eindeckung von Yen-Shorts zu einer deutlichen Yen-Aufwertung. In der Folge kam es zu spürbarer Volatilität an der Wall Street, im Nikkei-Index und am Kryptomarkt; Bitcoin fiel innerhalb einer Woche von rund 65.000 US-Dollar auf 50.000 US-Dollar.
Signalisierte Notenbankchef Kazuo Ueda nach diesem Schritt eine noch schnellere Straffung oder ein mögliches Überschreiten der 1%-Marke, könnte der Yen kräftig zulegen und marktweite Turbulenzen auslösen. Krypto-Assets reagieren besonders empfindlich auf abrupte Liquiditätsverschiebungen und könnten am stärksten betroffen sein.