US-Spot-Bitcoin-ETFs: Rekordabflüsse von 6,35 Mrd. US-Dollar binnen 30 Tagen bei fallendem Kurs
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den vergangenen 30 Tagen Nettoabflüsse von 6,35 Mrd. US-Dollar und damit den höchsten Wert seit dem Start der Produkte im Januar 2024. Das geht aus Daten von Galaxy Research hervor. Auslöser waren vor allem Rückgaben institutioneller Investoren, während der Bitcoin-Kurs binnen eines Monats um 17% nachgab.
Laut Galaxy Research ist der jüngste 30-Tage-Zeitraum der stärkste Abfluss unter 582 rollierenden Zeitfenstern, die das Haus auswertet. Besonders auffällig war eine 13-tägige Abflussserie vom 15. Mai bis 3. Juni: In diesem Zeitraum zogen Anleger rund 4,4 Mrd. US-Dollar ab, was auf Basis der damaligen Preise etwa 59.400 BTC entspricht. Anschließend kühlte sich die Dynamik ab; um den 4. und 5. Juni wurden zusammen leichte Nettozuflüsse von rund 3 Mio. US-Dollar registriert. In den Folgewochen hielten Rückgaben dennoch an, darunter eine Woche mit 1,7 Mrd. US-Dollar Nettoabflüssen.
Die stärksten Mittelabzüge entfielen auf die größten Produkte. Vor allem BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC wiesen in der Phase erhöhter Abgaben die höchsten täglichen Rückgaben auf. Parallel dazu rutschte Bitcoin Anfang Juni auf Viermonatstiefs zwischen 60.000 und 61.300 US-Dollar. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas bezeichnete das Abflussniveau in diesem Umfeld als "noise" im Rahmen normaler ETF-Aktivität.
Durch die jüngsten Rückgaben sank der kumulierte Nettozufluss in Spot-Bitcoin-ETFs auf 53,4 Mrd. US-Dollar, nach einem Hoch von 63 Mrd. US-Dollar im Oktober 2025. Seit Januar 2024 liegen die gesamten Nettozuflüsse damit weiterhin bei über 50 Mrd. US-Dollar. Vor der Verkaufsphase im Mai und Juni hatten die Year-to-date-Flows 2026 laut den Angaben noch nahe der Nulllinie gelegen. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die institutionelle Nachfrage nachgelassen hat, da Investoren ihre Positionierung über ETF-Produkte reduzierten.