BlackRocks IBIT treibt Abflüsse bei Bitcoin-Spot-ETFs an – institutionelle Nachfrage flaut ab
Wie CoinDesk berichtet, bleibt der Verkaufsdruck auf US-Bitcoin-Spot-ETFs hoch. Jüngste Marktdaten weisen an einem Handelstag einen kumulierten Nettoabfluss von 213,85 Mio. US-Dollar aus. Damit verzeichnen die Produkte bereits den 18. Handelstag in Folge Mittelabflüsse – ein Signal für eine anhaltende Reduzierung institutioneller Allokationen.
Angeführt wurden die Abflüsse von BlackRocks IBIT. Das Produkt meldete an dem Tag einen Nettoabfluss von 148,5 Mio. US-Dollar. Auch Grayscales GBTC stand weiter unter Druck und verlor netto 87,91 Mio. US-Dollar.
Gleichzeitig gab es einzelne Lichtblicke, ohne dass sie den Gesamttrend drehen konnten: Fidelitys FBTC verbuchte einen täglichen Nettozufluss von 4,04 Mio. US-Dollar. Grayscale Mini BTC zog 17,52 Mio. US-Dollar an neuem Kapital an. WisdomTree BTCW wies Nettozuflüsse von 9,8 Mio. US-Dollar aus.
Ein Teil der Mittel scheint nicht vollständig aus Bitcoin-Produkten abzuwandern, sondern innerhalb des Segments in kleinere ETFs oder Vehikel mit anderen Gebührenstrukturen umzuschichten. Diese "Sekundärprodukte" konnten zwar einen Teil der Zuflüsse aufnehmen, ihre Aufnahmekapazität gilt jedoch als begrenzt. Das spricht eher für Portfolioumschichtungen institutioneller Investoren als für eine breite Rückkehr frischen Kapitals. Die anhaltenden Abflüsse aus den größten ETFs belasten die Stimmung im Sektor weiter.
Als Treiber der jüngsten Schwäche nennen Analysten mehrere Faktoren: Einige institutionelle Anleger reduzieren ihr Engagement in volatilen Digitalwerten zugunsten von KI-nahen Large-Cap-Technologiewerten. Zudem sorgt ein weiterhin unklarer regulatorischer Ausblick dafür, dass Investoren abwarten. Hinzu kommt die Erwartung, dass Zinsen länger hoch bleiben könnten – was risikoorientierte, kurzfristig agierende Investoren dazu veranlasst, Positionen in Krypto-ETFs zur Risikosteuerung zu verkleinern.
In Summe bleiben US-Bitcoin-Spot-ETFs in einer Phase anhaltender Nettoabflüsse. Solange die führenden Produkte keine Rückkehr zu Nettozuflüssen schaffen, dürfte die Einschätzung zur institutionellen Nachfrage vorsichtig bleiben.