US-Senat verabschiedet Wohnungsbaupaket: Fed darf bis 2030 keinen digitalen Dollar ausgeben

Der US-Senat hat ein umfassendes, parteiübergreifendes Gesetzespaket zur Wohnraumförderung verabschiedet. Darin enthalten ist eine Klausel, die der US-Notenbank Federal Reserve die Ausgabe einer US-Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) bis 2030 untersagt. Die Vorlage wartet nun auf die Behandlung im Repräsentantenhaus, wo die Führung sowie Ausschussmitglieder laut Berichten eine zügige Weiterleitung anstreben. Das Paket zielt darauf ab, Wohneigentum erschwinglicher zu machen und den Wettbewerbsdruck durch große Unternehmensinvestoren zu verringern. Ein zentraler Passus bremst zugleich Bestrebungen für einen "digitalen Dollar": Die Fed soll für bis zu vier Jahre keine CBDC einführen dürfen. Der Senat erklärte dazu: "Agreed to, 855: Motion to concur in the House amendment to the Senate amendment to H.R.6644, 21st Century ROAD to Housing Act." In Washington wird über ein beschleunigtes Verfahren berichtet, das eine Unterzeichnung des Gesetzes bereits am Dienstag ermöglichen könnte. Der Vorsitzende des House Financial Services Committee, French Hill, erklärte, er "looks forward to the House moving quickly to advance this bill to President Trump's desk". Senatschef Tim Scott sagte, die US-Bevölkerung brauche nun spürbare Entlastung. Elizabeth Warren, ranghöchstes Ausschussmitglied der Demokraten, sprach vom größten Wohnungsbaugesetz seit mehr als 30 Jahren. Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen. Der Senat ergänzte die Anti-CBDC-Regelung im März, das Repräsentantenhaus verabschiedete die geänderte Fassung im Mai. Präsident Donald Trump hatte im Januar 2025 per Executive Order seiner Regierung die Schaffung einer CBDC untersagt und dies mit Risiken für das US-Finanzsystem sowie die Privatsphäre begründet. Da eine solche Anordnung nur während seiner Amtszeit gilt, drängten Verbündete im Kongress darauf, die Einschränkung über das Wohnungsbaupaket gesetzlich zu verankern. Parallel richtet sich der Blick der Abgeordneten in den kommenden Wochen auf den CLARITY Act. Der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses kündigte für den 17. Juli eine Anhörung in New York an, um die Auswirkungen der Vorlage auf Finanzinnovationen zu bewerten. Senatorin Cynthia Lummis gehört zu den prominentesten Unterstützerinnen und fordert regelmäßig öffentlich ein schnelleres Vorgehen. In einer aktuellen Stellungnahme warnte die Republikanerin, regulatorische Unsicherheit treibe talentierte Entwickler ins Ausland. Zugleich verweist die Debatte auf juristische Risiken im Umfeld von Krypto-Entwicklung. Der Tornado-Cash-Entwickler Roman Storm wurde für schuldig befunden, wissentlich mehr als 1 Mrd. US-Dollar an kriminellen Erlösen übertragen zu haben. Das US-Justizministerium (DOJ) drängte zudem auf eine Neuverhandlung, nachdem sich die Jury bei Anklagepunkten zu Geldwäsche sowie Sanktionsverstößen nicht einigen konnte. Der Beitrag "US Senate Clears Housing Bill That Also Halts CBDC Push" erschien zuerst auf CryptoPotato.