US-Börsenaufsicht SEC will zwei Regeln des National Market System streichen – Rückenwind für den Handel mit tokenisierten Aktien
Die US-Börsenaufsicht SEC hat am 12. Juni vorgeschlagen, zwei Vorschriften des National Market System (NMS) aufzuheben: Rule 611 (Trade-Through Rule) und Rule 610(e) (Locking/Crossing Market Restrictions).
Rule 611 verpflichtet Handelsplätze, Ausführungen zu verhindern, die zu schlechteren Preisen erfolgen als die „geschützten" Quotes auf anderen Handelsplattformen. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern gilt diese Vorgabe als eine zentrale strukturelle Hürde für den Handel mit tokenisierten US-Aktien im DeFi-Umfeld, da Automated Market Maker (AMMs) die NBBO-Anforderungen nicht erfüllen können und Transaktionen damit zwangsläufig als „tradethroughs" eingestuft würden.
Rule 610(e) verpflichtet Handelsplattformen und nationale Wertpapierverbände, Regeln zu etablieren, die Mitglieder daran hindern, gesperrte oder gekreuzte Kursstellungen („locked" bzw. „crossed" quotations) unangemessen anzuzeigen. Ziel ist es, Marktordnung sowie Preis- und Quotenschutz zu sichern.