Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen – Spannungen zwischen den USA und Iran verschärfen sich
Von der Jinshi Futures App exklusiv zusammengestellt: Die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Woche im Überblick.
Montag
China stärkt Steuerung der Schweineproduktion: Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission berieten mit großen Produktionsprovinzen und führenden Schweinehaltern über die aktuelle Lage. Ziel ist eine routinemäßige, präzise Regulierung der Kapazitäten und eine schnelle Rückkehr der Schweinefleischpreise auf ein "vernünftiges" Niveau. Die Behörden verwiesen darauf, dass sich die Schweinepreise nach einem Tief stabilisiert hätten. Große Betriebe sollen u.a. Statistik- und Meldequalität verbessern, Kapazitäten und Ausstoß reduzieren, Zweitmast strikt begrenzen, schwache Ferkel aktiv aussortieren und das durchschnittliche Schlachtgewicht senken. Wichtige Produktionsprovinzen sollen Aufsicht und Informationsaustausch entlang der gesamten Kette ausbauen und ihre Regulierungspläne schneller anpassen und umsetzen. (Büro für Tierhaltung und Veterinärwesen)
Shaanxi: Kohleförderung bis Ende Mai bei 318,837 Mio. Tonnen (+3,8% yoy), Anteil 16,1% an Chinas Gesamtproduktion. Kohleabsatz 285,2742 Mio. Tonnen (+3,12% yoy). Im Mai waren 225 Minen in Betrieb; Förderung 63,4498 Mio. Tonnen, Verkauf 62,0982 Mio. Tonnen. Shaanxi Coal and Chemical Industry Group, Shaanxi Investment Group und Shendong Coal Corporation förderten zusammen 31,8664 Mio. Tonnen (50,2% der Provinz) und verkauften 30,9971 Mio. Tonnen (49,9%). (Shaanxi Coal Association)
China: Ministerpräsident Li Qiang forderte bei einem Besuch in Dalian (Liaoning) den beschleunigten Ausbau der High-End-Ausrüstungsfertigung und den Aufbau eines modernen Industriesystems. Er hob die Ausrichtung auf Intelligenz, grüne Entwicklung und Integration hervor, verlangte Durchbrüche bei Schlüsseltechnologien und den Aufbau qualifizierter Fachkräfte. Dalian solle sich an internationalen Spitzenstandards orientieren und fortschrittliche Fertigungscluster sowie eine weltklasse Schiffbaubasis aufbauen. Wu Zhenglong begleitete die Reise. (CCTV)
Banken verschärfen Margin-Regeln für Gold/Silber: Huaxia Bank erhöhte die Margin für alle Gold- und Silber-T+D-Kontrakte auf 120%, Guangfa Bank von 100% auf 140%. Inkrafttreten ab Schlussabrechnung 22. Juni. Die Bank of China passt ab Schlussabrechnung Mittwoch, 24. Juni 2026, die Margin für Gold-T+D von 99,9% auf 120% und für Silber-T+D von 99,96% auf 119,91% an. Laut Wu Zewei (Suzhou Commercial Bank) bedeuten Margins über 100% faktisch "Leverage = 0": Kurzfristige Spekulation wird erschwert, Kapitaleffizienz sinkt, High-Frequency-Trading wird teurer; spekulatives Kapital könnte abwandern. Das Handelsvolumen kann kurzfristig fallen, Blasen würden abgebaut, der Markt stabilisiert. (China News Service)
Notenbankdaten: Au(T+D) an der Shanghai Gold Exchange schloss Ende Mai 2026 bei 984,0 RMB/Gramm (-3,0% m/m). Das Goldhandelsvolumen der SGE lag im Mai 2026 bei 5.521,8 Tonnen (+2,8% yoy). Auf der Shanghai Futures Exchange betrug das Goldvolumen 11.000 Tonnen (-54,6% yoy).
Zhengzhou Commodity Exchange (CZCE): Anpassungen von Margins, Preislimits, Gebühren und Mindestordergrößen. Ab Abrechnung 24. Juni 2026: PTA 2608/2609, Methanol 2608/2609, Short Fiber 2608/2609, PX 2608/2609, PET (Bottle Grade) 2608/2609 jeweils Margin 10% und Tageslimit 9%; Propylen 2608/2609 Margin 10%; Ferrosilizium und Silikomangan Margin 7% und Tageslimit 6%. Ab Nachtsession 23. Juni 2026: Zucker-Gebühr 2 RMB/Lot; Intraday-Flat-Gebühr für Rapsschrot entfällt. Ab 24. Juni 2026: Erdnuss-Gebühr 2 RMB/Lot; Intraday-Flat-Gebühr ebenfalls 2 RMB/Lot; Ferrosilizium- und Mangansilizid-Gebühr 2 RMB/Lot. Ab Nachtsession 23. Juni 2026: Mindestorder zur Eröffnung für Methanol 2608/2609 und PX 2608/2609 auf 1 Lot.
Dalian Commodity Exchange (DCE): Konsultation zur Regeländerung bei der Löschung von Standard-Lagerbelegen für Koks. Statt "vor dem letzten Handelstag im März" künftig "vor dem letzten Handelstag des jeweiligen Liefermonats (einschließlich)"; gilt für neu gelistete Kontrakte nach Veröffentlichung.
Koks: Stahlwerke in Hebei erhöhen Einkaufspreise um 50–55 RMB/Tonne. Neue Referenzpreise ab 00:00 Uhr, 22. Juni 2026 (bar, inkl. Steuern): Erstklassiger Nasskoks 1.980 RMB/Tonne; erstklassiger Trockenkoks 2.380 RMB/Tonne (Top-Charged). In Shandong stiegen teils die Preise für Stampf-Koks um 55 RMB/Tonne; quasi-erstklassiger Trockenkoks nun 1.958 RMB/Tonne. (Mysteel)
HBIS Silikomangan: Ausschreibungspreis Juni 2026 bei 5.980 RMB/Tonne (Erstindikation 5.950). Mai: 6.050 RMB/Tonne (Juni 2025: 5.650). Einkaufsmenge Juni 2026: 15.400 Tonnen; Mai: 8.500 Tonnen (Juni 2025: 11.700). Aufteilung: Zhangxuan High-Tech 1.000, Handan Iron & Steel 4.000, Wugang 3.000, Tangshan New Area 4.000, Shijiazhuang Special Steel 400, Chengde Iron & Steel 3.000 Tonnen. (Mysteel)
Dienstag
MPOA: Malaysische Palmölproduktion 1.–20. Juni +4,76% m/m. Ostmalaysia -1,58% m/m, Westmalaysia +9,98% m/m. Sabah +0,42%, Sarawak -6,24%.
SHFE: Gebührenanpassung bei Fuel Oil. Ab Handelsbeginn 25. Juni 2026 (Nachtsession 24. Juni): FU2608/FU2609/FU2701 Gebühr 0,005% des Umsatzes, Intraday-Flat-to-Close gebührenfrei. FU2610/FU2611/FU2612/FU2702/FU2703 Gebühr 0,0001% des Umsatzes, keine Gebühr für Intraday-Offset derselben Tagesposition; ab erstem Handelstag des zweiten Monats vor Liefermonat Gebühr 0,0005%, Intraday-Befreiung bleibt.
INE: Gebührenanpassung bei Rohöl und Low-Sulfur Fuel Oil. Ab Handelsbeginn 25. Juni 2026: SC2608 Gebühr 20 RMB/Lot, Intraday-Flat-to-Close gebührenfrei. Für SC2609, SC2610, SC2611, SC2612, SC2701, SC2702, SC2703, SC2706, SC2709, SC2712, SC2803, SC2806, SC2809, SC2812, SC2903 entfällt Intraday-Flat-to-Today-Gebühr. LU2608 Gebühr 0,0001% (auch Flat-to-Open 0,0001%). Für LU2609, LU2610, LU2611, LU2612, LU2701, LU2702, LU2703 Intraday-Flat-Gebühr 0,0001%.
Trump: Iran habe umfassend zugestimmt, langfristige (bis hin zu "permanenten") Inspektionen seines Nuklearprogramms zu akzeptieren; ohne diese Zusage gebe es keine weiteren Verhandlungen. Auf Basis dieser und weiterer Zugeständnisse erlaube er, die Straße von Hormus offen zu halten und die Seeblockade aufzuheben, Schiffe blieben aber für eine mögliche Wiederaufnahme in Bereitschaft. Freigegebene Gelder bzw. gelockerte Sanktionen würden in ein von den USA kontrolliertes Treuhandkonto fließen und ausschließlich für Lebensmittel und Medikamente verwendet, vollständig aus den USA bezogen (u.a. Mais, Weizen, Sojabohnen). "Verhandlungen laufen gut", so Trump.
SHFE: Ab Schlussabrechnung Donnerstag, 25. Juni 2026, Tageslimit und Margins für Fuel Oil: für FU2608, FU2609, FU2610, FU2611, FU2612, FU2701, FU2702, FU2703, FU2704, FU2705, FU2706 sowie neue Kontrakte Tageslimit 14%; Hedging-Margin 15%, allgemeine Margin 16%.
INE: Ab Schlussabrechnung Donnerstag, 25. Juni 2026, Tageslimit 14% und Margins (Hedging 15%, allgemein 16%) für Rohöl SC2608, SC2609, SC2610, SC2611, SC2612, SC2701, SC2702, SC2703, SC2704, SC2705, SC2706, SC2709, SC2712, SC2803, SC2806, SC2809, SC2812, SC2903, SC2906 sowie neue Kontrakte. Gleiches für Low-Sulfur Fuel Oil LU2608, LU2609, LU2610, LU2611, LU2612, LU2701, LU2702, LU2703, LU2704, LU2705, LU2706 sowie neue Kontrakte.
World Steel Association: Rohstahlproduktion Mai 2026: China 84,36 Mio. Tonnen (-2,7% yoy), Indien 14,1 Mio. (+1,9%), USA 7,5 Mio. (+9,2%), Japan 7,0 Mio. (+1,7%), Südkorea 5,4 Mio. (+3,3%), Russland 5,6 Mio. (-5,4%), Türkei 3,4 Mio. (+8,9%), Deutschland 3,2 Mio. (+7,3%), Brasilien 2,8 Mio. (+2,4%), Vietnam 2,6 Mio. (+27,2%).
Innere Mongolei: Die Mine Safety Supervision Bureau von Yijinhuoluo ordnete wegen erheblicher Sicherheitsrisiken einen zweitägigen Produktionsstopp für die Yimin Mine (Inner Mongolia Youheng Coal), die Sanxing Mine (Ordos Gengtai Coal) und die Dongbo Mine (Yijinhuoluo Banner Dongbo Coal) an, gestützt auf Art. 49 der Verordnung zur Arbeitssicherheit in Kohleminen (Staatsrat, Dekret Nr. 774).
Malaysia prüft Machbarkeit von B50: Wegen hoher Kosten für die vollständige Umrüstung von Misch- und Lagertanks will das Ministry of Plantation and Commodities die Einführung von B50-Biodiesel prüfen. Auf Basis 2025: Gesamtangebot 22,76 Mio. Tonnen (Anfangsbestand 1,71 Mio., Produktion 20,28 Mio., Import 0,77 Mio.). Von diesem Angebot sollen 15,27 Mio. Tonnen für Exporte, 4,43 Mio. Tonnen für Inlandsnachfrage (inkl. Biodiesel) vorgesehen werden. Der Bedarf für B30 wird auf 1,6 Mio. Tonnen/Jahr geschätzt (ca. 7,0% des Angebots), Exportfähigkeit bleibe erhalten. Langfristig ist B30 Ziel, mit schrittweiser Einführung bis 2030 im Straßentransport.
Mittwoch
China: Der Ständige Ausschuss des 14. Nationalen Volkskongresses befasste sich in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Bericht des Staatsrats zum Aufbau eines einheitlichen nationalen Marktes und führte eine Sonderbefragung durch. Vizepremier Zhang Guoqing kündigte an, der Staatsrat werde zeitnah Regeln für den einheitlichen Markt ausarbeiten, Systeme für Statistik, Steuern und Leistungsbewertung verbessern, Infrastrukturvernetzung vorantreiben, zentrale Märkte u.a. für Technologie und Daten vereinheitlichen und die Standardisierung der Aufsicht stärken. (Xinhua)
Xi Jinping in Dezhou (Shandong): Landwirtschaftliche und ländliche Modernisierung sei zentral für die chinesische Modernisierung. Vorrang habe die stabile Versorgung mit Getreide und wichtigen Agrarprodukten. Gefordert wurden die konsequente Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen, stabile Preise und Versorgung bei Betriebsmitteln, Förderung geeigneter Sorten/Technologien/Ausrüstung, höhere Erträge je Flächeneinheit, bessere Infrastruktur und Qualität bei Hochstandard-Ackerland, Wassersparen, sowie stärkere Wetter- und Katastrophen-Frühwarnsysteme. (Xinhua)
Sonderaktion gegen illegales Altfahrzeug-Recycling: Das Handelsministerium und sechs weitere Behörden (u.a. NDRC, MIIT, MPS, Ökologie/Umwelt, Transport, Marktaufsicht) veröffentlichten einen Aktionsplan zur Bereinigung illegaler Rücknahme und Demontage von Altfahrzeugen und zur Standardisierung der Branche. Ziel ist u.a. höhere normgerechte Betriebsstandards, steigende Recyclingquote bezogen auf den Fahrzeugbestand, Eindämmung illegaler Aktivitäten und bessere Wiederverwendung von Teilen. Parallel soll die geordnete Rücknahme von Photovoltaik-Modulen und Windturbinenblättern adressiert werden.
Shanxi: Wiederanlauf von Kokskohleminen stockt. Laut Mysteel waren bis 23. Mai 160 Minen stillgelegt (Kapazität 199,4 Mio. Tonnen). Bis 24. Juni liefen 93 Minen wieder an (112,9 Mio.), 67 blieben still (86,5 Mio.). Sicherheitsinspektionen dürften zu häufigeren Stop-and-Go-Zyklen führen. Nach Wiederanlauf liegen viele Minen 10% bis 80% unter früheren Mengen. Die 93 wieder gestarteten Minen hatten vor Stillstand 4,015 Mio. Tonnen Output, zuletzt 2,955 Mio. Tonnen (-26,4%).
Handelsministerium: Meldesystem zu Verstößen bei Exportkontrollen für strategische mineralische Dual-Use-Güter (Bekanntmachung Nr. 26/2026). Meldbar sind u.a. Ausfuhren ohne Genehmigung, außerhalb von Umfang/Bedingungen/Gültigkeit, verbotene Ausfuhren, Umgehung durch Modifikation/ Zerlegung/Umkonfiguration in Teile sowie Umleitung über Drittländer/-regionen.
Indonesien: Nickel-RKAB 2026 erreicht Obergrenze des ESDM-Plans per Ende Juni; vor der Phase für Zusatzquoten zur Jahresmitte kursieren viele Prognosen, endgültige Gesamtquote und Zeitplan hängen von der Marktlage ab. (Mysteel)
Gerüchte über Lockerung der Nickelquote im zweiten Halbjahr: Weder ESDM noch lokale Medien bestätigten. Eine Lockerung könnte Smelter-Versorgungsengpässe lindern, aber internationalen Nickelpreisen Druck geben. Quellen zufolge könnten Unternehmen Anfang nächsten Monats Anträge auf Quotenanhebung stellen; der Ausgang bleibt unsicher. (SMM)
Donnerstag
IGC: Globale Sojabohnen-Endbestände sollen 2026/27 auf 76 Mio. Tonnen sinken. Produktion unverändert 442 Mio. Tonnen, Handel unverändert 190 Mio. Tonnen, Verbrauch 445 Mio. Tonnen (-43,3 Mio. Tonnen), Endbestände 76 Mio. Tonnen (-0 Mio. Tonnen).
USA: PCE-Inflation im Mai bei 4,1% yoy und damit erstmals seit April 2023 über 4%. Steigende Energiepreise im Zuge des Nahostkonflikts trieben die Teuerung; trotz jüngster Rückgänge bei Öl/Benzin nach einer fragilen Waffenruhe rechnen Ökonomen mit länger erhöhtem Inflationsdruck. Vor dem Konflikt standen Verbraucher bereits unter Preisdruck durch Trumps umfassende Importzölle. Die Fed hielt zuletzt den Leitzins bei 3,50%–3,75%, die Projektionen signalisieren aber angesichts der Inflationssorgen Zinserhöhungen im laufenden Jahr. Der Markt preist einen ersten Schritt bereits für September ein, gefolgt von einer weiteren möglichen Anhebung.
China veröffentlicht "15. Fünfjahresplan" zum Aufbau eines neuen Energiesystems: Bis 2030 soll ein sauberes, CO2-armes, sicheres und effizientes System grundlegend etabliert werden. Gesamtenergie-Produktionskapazität 5,8 Mrd. Tonnen Standardkohle. Kohle- und Ölverbrauch sollen ihren Peak erreichen; Anteil nichtfossiler Energie am Verbrauch 25%. Installierte Wind- und Solarleistung soll über 50% liegen und zur wichtigsten Kapazitätsquelle werden; nichtfossile Stromerzeugung 50% der Gesamtproduktion und wichtigste Versorgungsquelle. Ausbau einer robusten, grünen, integrierten, intelligenten Energieinfrastruktur; Aufbau eines neuen Stromsystems. Schlüsseltechnologien entlang der Wertschöpfungskette sollen weitgehend eigenständig kontrollierbar sein; Verbesserungen bei Markt- und Preismechanismen, ein landesweit einheitlicher Strommarkt soll im Wesentlichen stehen. (NDRC)
UK verschärft Schutzmaßnahmen für Stahlimporte: Ab 1. Juli sinkt das zollfreie Kontingentvolumen um 51% gegenüber den aktuellen Safeguard-Regeln; darüber hinausgehende Importe werden mit 50% Zoll belegt. Betroffen sind Produkte, die auch im Vereinigten Königreich hergestellt werden können. Die aktuelle Safeguard-Quote und der zusätzliche 25%-Safeguard-Zoll enden nach dem 30. Juni 2026.
Indonesien: Dreimonatige Übergangsfrist für B50. Das Energieministerium setzt ab 1. Juli eine Pflichtquote von 50% palmölbasiertem Diesel für sämtlichen Dieselverkauf fest. Händler erhalten drei Monate, um Bestände abzubauen; Pertamina will in zwei Monaten fertig sein, kleinere Händler haben drei Monate. Subventioniert wird über Einnahmen aus Palmöl-Exportabgaben, um die Preisdifferenz zu fossilem Diesel auszugleichen. Zudem: In Java soll 2026–2027 mindestens 5% Ethanol nichtsubventioniertem Benzin beigemischt werden, Ziel 10% bis 2028. Das Mandat B40 (1. Halbjahr) und B50 (Juli–Dezember) soll Importkosten um rund 157,28 Bio. IDR senken; B40 das ganze Jahr über würde 139,8 Bio. IDR sparen.
China Iron and Steel Association: Mitte Juni 2026 produzierten Schlüsselunternehmen 21 Mio. Tonnen Rohstahl, durchschnittlich 2,10 Mio. Tonnen/Tag (+0,8% m/m), Roheisen 19,01 Mio. Tonnen, 1,901 Mio./Tag (+0,7%), Fertigstahl 20,48 Mio. Tonnen, 2,048 Mio./Tag (+5,6%). Landesweit wird der Tagesdurchschnitt auf 2,76 Mio. Tonnen Rohstahl (-1,0% m/m), 2,39 Mio. Tonnen Roheisen (+0,7%) und 4,23 Mio. Tonnen Fertigstahl (+2,8%) geschätzt.
China–USA-Handelsgespräche: Das Handelsministerium erklärte, beide Seiten hätten gemäß Konsens die Einrichtung eines Handelsrats vereinbart. Dort sollen u.a. beiderseitig vorteilhafte Zollsenkungen und Kooperationen diskutiert werden. Luftfahrt- und Agrarhandel seien für beide Seiten vorteilhaft; die Teams blieben in Kontakt und würden Unternehmen zur Vertiefung ermutigen. (Xinhua)
Indonesien: Erste Lieferung Bauxit aus Malaysia im Bintan-Aluminiumoxidwerk im Einsatz. Laut ALD traf die erste Fracht Mitte Juni ein und etablierte einen See-Logistikkorridor. Import soll Engpässe durch Verzögerungen bei RKAB-Quoten für heimischen Bauxit mildern. Das Werk (Kapazität 4 Mio. Tonnen/Jahr) benötigt bei Vollauslastung rund 12 Mio. Nass-Tonnen Bauxit jährlich. Importiert wird Gibbsit-Erz aus Johor (Malaysia), mit geringeren Seetransportkosten und guter Eignung für den Niedertemperatur-Bayer-Prozess, ohne große Prozessanpassungen. Trotz leicht höherer Landed Costs als heimisches Erz reduziert dies das Risiko von Produktionskürzungen. Geplant sind 300.000–500.000 Tonnen/Monat; angestrebt wird ein Dreisäulen-Modell aus eigenen Minen, lokaler Beschaffung und Importen sowie eine Jahresauslastung über 95%. (ALD)
Freitag
Oman: Für die Passage durch die Straße von Hormus könnten Gebühren fällig werden. Quellen zufolge informierte Oman europäische Vertreter, die Meerenge könne nicht zum Vorkriegszustand zurückkehren; Gebühren könnten für Dienstleistungen wie Verschmutzungsbeseitigung oder Navigation erhoben werden. Unklar ist, ob sie verpflichtend wären. Oman prüft Gebührenmodelle anderer globaler Engpässe, etwa der Straße von Malakka, wo derzeit keine verpflichtenden Gebühren existieren. USA, Europa und Golfstaaten beobachten mit Sorge mögliche Abstimmungen Omans mit Iran zur Einführung eines Gebührensystems.
Iranische Medien: USA und Iran hätten einen Kommunikationskanal in der Straße von Hormus eingerichtet, um militärische Zwischenfälle zu vermeiden, und verweisen auf Artikel 5 des Islamabad Memorandum of Understanding. Iran betonte, Transit müsse den von Iran veröffentlichten Routen folgen. (Press TV)
China–EU: Intensive Konsultationen zur Vorbereitung des ersten Treffens des China–Europe Trade and Investment Consultation Mechanism. Laut Bericht zeigt die EU mangelnde Verhandlungsbereitschaft und plane parallel zusätzliche protektionistische Maßnahmen. Das Risiko stark steigender Spannungen bis hin zu einem Handelskrieg nehme zu; China setze auf Dialog, sei aber zu Gegenmaßnahmen bereit. Die EU deutete an, Gespräche änderten nichts an der Nutzung bestehender bzw. neuer Handelsinstrumente. (Global Times)
Goldhandel: Die People's Bank of China und die General Administration of Customs legen einen Entwurf für Verwaltungsmaßnahmen zu Import/Export von Gold und Goldprodukten zur öffentlichen Stellungnahme vor. Vorgesehen ist u.a., die Gültigkeit der "One Batch, One Permit"-Genehmigung auf drei Monate zu verlängern und die "Not One Batch, One Permit"-Regelung zu optimieren.
Shanxi, Jinzhong/Lingshi: 29 Kokskohleminen mit 27 Mio. Tonnen Kapazität; 20 Minen (18 Mio.) wieder in Betrieb. Tagesproduktion Rohkohle ca. 34.000 Tonnen, rund 60% des Niveaus vor Stillstand. Neun Minen bleiben wegen Sicherheitsinspektionen, Abnahmen und langer Stillstände ausgesetzt.
Saudi-Arabien: Deutliche OSP-Senkung für Asien im August möglich. Eine Reuters-Umfrage erwartet für Arab Light eine Prämie von 1,50 bis 3,00 USD/Barrel über Dubai/Oman, 6,50 bis 8,00 USD/Barrel unter Juli. Ähnliche Rückgänge werden für andere Sorten erwartet. Hintergrund ist ein starker Einbruch am Spotmarkt; das Dubai-Spot-Differential drehte diese Woche auf einen Abschlag von 1,64 USD/Barrel, den niedrigsten Stand seit sechs Jahren.
Gold-Permit-Ausnahme: Der Entwurf sieht vor, dass Privatpersonen, die Gold und Goldprodukte in angemessenen Mengen zum persönlichen Gebrauch grenzüberschreitend mitführen oder versenden, grundsätzlich kein Import-/Exportpermit der PBoC benötigen (außer gemäß Artikel 4).
Chinas Energiebehörde: Westregionen sollen künftig nicht nur Strom, Kohle und Gas liefern, sondern auch Produkte und "Tokens". Sprecher und Vizedirektor Wan Jinsong sagte, in der 15. Fünfjahresplanperiode solle der Energiebedarf in Ost- und Zentralchina gesichert werden, zugleich solle dort nichtfossile Energie stärker lokal genutzt und neue Stützkapazitäten sinnvoll geplant werden. Energieintensive Industrien sollen geordnet in den Westen verlagert werden; fortschrittliche Fertigung, Rechenleistung, Wasserstoff und weitere Branchen sollen strategisch mit Clean-Energy-Basen gebündelt werden. (E Company)
Samstag
Iran weist Hotline-Berichte zurück: IRGC-Sprecher Hossein Mohibi bezeichnete Meldungen über eine Kommunikations-Hotline mit den USA zur Straße von Hormus als frei erfunden. (CCTV)
Israel–Libanon: Ein israelischer Beamter sagte, nach Gesprächen unter Beteiligung der USA hätten Vertreter der USA, Israels und des Libanon in den USA ein dreiseitiges Rahmenabkommen unterzeichnet. Israel werde in der im Südlibanon einseitig eingerichteten "Sicherheitszone" bleiben, bis die Hisbollah entwaffnet ist; die IDF behält demnach volle operative Freiheit. Israel solle sich schrittweise aus zwei Gebieten außerhalb der "Sicherheitszone" zurückziehen, die Kontrolle gehe an die libanesischen Streitkräfte. Offizielle Reaktionen Israels und des Libanon standen aus. (CCTV)
US CENTCOM: Angriffe auf Iran als Reaktion auf Attacken gegen Handelsschiffe. Am 26. Juni seien Ziele in Iran getroffen worden, nachdem am 25. Juni iranische Kräfte mit Einweg-Angriffsdrohnen das Frachtschiff "Ever Lovely" angegriffen hätten. US-Flugzeuge hätten anschließend Lager für Raketen und Drohnen sowie Küstenradar getroffen. Der Angriff Irans verstoße gegen die Waffenruhe und untergrabe die Schifffahrtsfreiheit. Die USA wollten die sichere Passage durch die Straße von Hormus weiter unterstützen.
Venezuela: Ölproduktion nach Erdbeben laut Energieministerin Paula Avila unverändert. Die Förderung liege bei 1,2 Mio. Barrel/Tag; Gas- und Treibstoffversorgung sei ausreichend, alle Bohrungen in Betrieb. PDVSA-Berichte sähen keine größeren Schäden; mögliche Stromengpässe könnten die Kapazität jedoch beeinflussen.
Sonntag
FAO warnt: El Niño bedroht Ernährungssicherheit. Extremwetter durch ein neues El-Niño-Ereignis könnte Millionen von Menschen treffen, die von Landwirtschaft leben. FAO-Vertreterin Dunja Dujanović sieht das Risiko großflächiger Ernährungskrisen bis Ende dieses Jahres und Anfang 2027, der typischen Dauer eines El Niño, und fordert Unterstützung für Landwirte. (CCTV)
Iranischer Außenminister: Straße von Hormus 30 Tage unter vollständiger iranischer Aufsicht. Laut Al Jazeera sagte Außenminister Alirzaei in Irak, die Meerenge werde in den kommenden 30 Tagen vollständig von Iran kontrolliert und verwaltet; nach Beseitigung aller Hindernisse werde die volle Navigationskapazität wiederhergestellt. Dies sei allein Irans Verantwortung, ausdrücklich im Memorandum of Understanding zwischen Iran und den USA festgelegt. Jede Einmischung oder einseitige Maßnahme werde die Lage verschlechtern und die Wiederöffnung verzögern.
US CENTCOM bestätigt weitere Angriffe: Am 27. Juni seien unter Führung des Kommandeurs weitere Ziele in Iran angegriffen worden. Nach den US-Schlägen als Reaktion auf die Attacke auf die M/V "EverLovely" habe Iran die Möglichkeit gehabt, die Waffenruhe einzuhalten. Stattdessen habe Iran am frühen Morgen (04:30 Uhr EDT Samstag) eine Einweg-Drohne eingesetzt, die den Öltanker M/T "Kiku" traf und zerstörte. Der unter Panama-Flagge fahrende Tanker befand sich nahe der Straße von Hormus und transportierte über zwei Millionen Barrel Rohöl. Die USA zielten auf Überwachungsanlagen, Kommunikation, Luftverteidigung, Drohnenlager und Minenlegefähigkeiten. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge laufe weiter; US-Kräfte blieben in erhöhter Bereitschaft.
Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus: CNBC zufolge wurde am Samstag ein Tanker in der Meerenge von Projektilen getroffen, die jüngste Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran nach einer befristeten Vereinbarung zur Beendigung der Feindseligkeiten. Das UK Maritime Trade Operations Center meldete einen Treffer durch ein "unidentifiziertes Flugobjekt"; der Rumpf wurde beschädigt, die Besatzung blieb unverletzt. Bahrain verurteilte Irans Drohnenangriff als "eklatante Verletzung" seiner Souveränität. Die Angriffe erfolgen, während USA und Iran eigentlich in 60-tägigen Verhandlungen über eine Waffenruhe stehen sollten; beide Seiten werfen sich Verstöße vor.
Hisbollah: Das Israel–Libanon-Abkommen sei ungültig; ein Abzug dürfe nicht mit Entwaffnung verknüpft werden. Der Hisbollah-Chef erklärte, das Rahmenabkommen müsse durch ein Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran ersetzt werden. Der Druck werde fortgesetzt, bis Israel aus dem Libanon abziehe. Die libanesische Regierung solle das Abkommen aufgeben; die Verknüpfung von Israels Abzug aus Südlibanon mit der Entwaffnung der Hisbollah überschreite eine "rote Linie".