USA und Iran liefern sich Schlagabtausch am Persischen Golf nach Drohnen- und Raketenangriffen
Nach Angaben des U.S. Central Command hat das US-Militär am 6. Juni nahe der Straße von Hormus vier von Iran gestartete Selbstmorddrohnen abgefangen. Anschließend griffen US-Kräfte Küstenüberwachungsradarstellungen in Gourouk sowie auf der Insel Qeshm im Süden Irans an. Washington erklärte, die Schläge sollten weitere Gefahren für die Sicherheit der Seeschifffahrt verhindern.
Iran reagierte mit dem Abschuss ballistischer Raketen auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait und Bahrain. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, Ziele seien zwei US-Stützpunkte in Kuwait sowie US-marinebezogene Anlagen in Bahrain gewesen. Das US-Militär teilte mit, insgesamt seien sieben Raketen abgefeuert worden; sechs seien erfolgreich abgefangen worden, eine habe ihr Ziel verfehlt. Über US-Opfer wurde nicht berichtet.
Berichten zufolge gab Bahrain Luftalarm aus, Kuwait aktivierte Abwehrmaßnahmen wegen der Raketen- und Drohnenbedrohung. Die Iranischen Revolutionsgarden erklärten, darunter seien die Ali Salem Air Base in Kuwait sowie das Hauptquartier der 5. US-Flotte. Die USA wiesen Angaben zu erheblichen Schäden an diesen Einrichtungen zurück.
Obwohl beide Seiten im April dieses Jahres eine Waffenruhe vereinbart hatten, bleibt die Lage zuletzt angespannt. Durch die Straße von Hormus läuft rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte; eine Eskalation hat wiederholt die globalen Energiemärkte belastet. Gespräche zwischen den USA und Iran über Sanktionsentlastungen, Schifffahrtsrouten und Sicherheitsgarantien stecken weiter fest.