Spannungen zwischen den USA und Iran erhöhen die Marktvolatilität – Öl legt deutlich zu
Laut Huo Xing Finance hat sich am 11. Juni die globale Risikostimmung spürbar eingetrübt, nachdem die USA weitere als "Selbstverteidigung" bezeichnete Angriffe gegen Iran ausgeführt hatten. In der Folge gaben US-Aktienfutures im späten Handel am Mittwoch nach, während die Ölpreise gleichzeitig anzogen.
Die Futures auf den S&P 500 fielen um 0,4%, die Nasdaq-100-Futures um 0,6%. Dow-Jones-Futures verloren rund 123 Punkte bzw. 0,3%. WTI-Rohöl-Futures stiegen um knapp 3% auf etwa 92 US-Dollar je Barrel.
Bereits im regulären Handel am Mittwoch gerieten US-Aktien breit unter Druck: Der Dow Jones sank um 953,33 Punkte (1,87%), der S&P 500 verlor 1,62% und der Nasdaq Composite gab um 1,98% nach. Besonders Halbleiter- und Technologiewerte standen auf der Verliererseite.
Bei Einzelwerten rutschte Oracle im nachbörslichen Handel um mehr als 11% ab. Das Unternehmen kündigte an, zur Ausweitung seiner KI-Infrastruktur rund 20 Mrd. US-Dollar über zusätzliche Aktien- und Fremdfinanzierung aufnehmen zu wollen. Am Markt sorgte das für Sorgen über steigenden Finanzierungsdruck; die Bewegung belastete S&P-500-Futures sowie ETFs auf Software- und Technologiewerte.
Strategen verwiesen zudem auf Umschichtungen: Ein Teil des Kapitals wandert demnach aus KI-getriebenen Trades in defensivere Bereiche wie Pharma und Biotechnologie sowie in Finanz- und Energiewerte, um sich gegen die hohe Volatilität bei Tech-Aktien abzusichern.
Im Fokus der Anleger stehen außerdem die anstehenden US-Daten zu den Erzeugerpreisen (PPI) und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie sollen Hinweise liefern, wie Inflation und Arbeitsmarkt die weitere geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank beeinflussen könnten.