SpaceX beantragt IPO-Rekordvolumen von 75 Mrd. US-Dollar und hält 18.712 BTC

SpaceX hat bei der US-Börsenaufsicht SEC den S-1-Börsenprospekt eingereicht und bereitet damit einen Börsengang vor, der neue Maßstäbe setzen könnte. Das Unternehmen peilt einen Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie an, will rund 75 Mrd. US-Dollar einsammeln und strebt nach dem IPO eine Bewertung von 1,77 bis 1,8 Bio. US-Dollar an. Damit würde der Deal das bislang größte Debüt von Saudi Aramco klar übertreffen. Ein Detail aus dem Prospekt richtet sich besonders an Krypto-Anleger: SpaceX weist 18.712 BTC in der Bilanz aus. Der Bestand wird mit 1,2 bis 1,4 Mrd. US-Dollar bewertet. Der im Mai 2026 eingereichte S-1 skizziert ein breit aufgestelltes Erlösmodell. Neben dem klassischen Launch-Geschäft stehen vor allem Starlink als Satelliten-Internetplattform sowie KI-Aktivitäten im Umfeld von xAI im Fokus der Equity-Story. Der Handelsstart wird um den 12. Juni 2026 erwartet. Erste Signale deuten auf eine starke Überzeichnung hin. Nach ersten Schätzungen sollen 20% bis 30% der Aktien an Privatanleger gehen. Für Elon Musk wäre das bei den anvisierten Dimensionen besonders lukrativ: Sein Anteil an SpaceX wird auf 42% bis 43% beziffert. Bei einer Bewertung von 1,8 Bio. US-Dollar läge der Wert dieses Pakets bei über 750 Mrd. US-Dollar. Zusammen mit seinen Beteiligungen an Tesla und weiteren Projekten könnte der IPO sein Vermögen in Richtung der Billionenmarke treiben. Mit 18.712 BTC zählt SpaceX zu den größeren Unternehmenshaltern von Bitcoin weltweit. Die Größenordnung war bislang nicht öffentlich bestätigt worden; erst die Prospektpflicht macht sie transparent. Marktbeobachter verweisen auf mögliche Umschichtungen: Ein Teil der Mittel, die in den meistbeachteten Börsengang der Geschichte fließen, dürfte aus Portfolios kommen, die derzeit auch Krypto-Assets halten. Zusätzliche Komplexität entsteht durch synthetische Pre-IPO-Derivate auf SpaceX, die bereits in verschiedenen Märkten gehandelt werden. Sie ermöglichen Wetten auf die Unternehmensbewertung, bevor die Aktie überhaupt börsennotiert ist. Für Bitcoin ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Die offizielle Bestätigung stärkt Bitcoin als Treasury-Asset im Corporate-Kontext. Gleichzeitig könnte das Volumen des IPO kurzfristig auf den Kurs drücken, wenn institutionelles Kapital vorübergehend in SpaceX geparkt wird. Für Anleger ist vor allem die Bitcoin-Treasury in Höhe von 1,2 bis 1,4 Mrd. US-Dollar ein positives Signal für die institutionelle Akzeptanz digitaler Vermögenswerte. Wer den S-1 liest, sieht: Eines der wertvollsten privaten Unternehmen der Geschichte hält Bitcoin neben seinen Liquiditätsreserven. Auch die geplante Privatanlegerquote von 20% bis 30% bleibt im Blick. Sollten Retail-Investoren zur Finanzierung von SpaceX-Aktien Krypto-Positionen verkaufen, könnte sich der Verkaufsdruck in den liquidesten Tokens bündeln, vor allem in Bitcoin und Ethereum, insbesondere in den Tagen vor dem 12. Juni.