Moody's bewertet SpaceX mit Baa1 – S-1 zeigt Bitcoin-Bestand von 1,29 Mrd. US-Dollar

SpaceX hat sich von Moody's ein Baa1-Rating gesichert und liegt damit im Investment-Grade-Bereich – vergleichbar mit BBB+ bei S&P und Fitch. Die Einstufung fällt zeitlich mit dem Börsengang am 12. Juni 2026 zusammen: Das IPO spülte 75 Mrd. US-Dollar in die Kasse und bewertet den Raumfahrtkonzern mit rund 1,8 Bio. US-Dollar. Nach dem Nasdaq-Listing unter dem Kürzel SPCX notierten die Aktien kurz darauf über 160 US-Dollar. Für Krypto-Anleger steckt die zentrale Information in den Unterlagen: Laut S-1 hält SpaceX 18.712 BTC, zum Stichtag 31. März 2026 mit rund 1,29 Mrd. US-Dollar bewertet. Was das Baa1-Rating bedeutet Baa1 gilt als solides Investment Grade – ein Segment, in dem viele institutionelle Investoren überhaupt erst Anleihen kaufen dürfen. Für SpaceX ist das Rating vor allem finanzstrategisch relevant. Das Unternehmen weist laut Unterlagen rund 29 Mrd. US-Dollar an langfristigen Verbindlichkeiten aus und hat zudem einen Überbrückungskredit (Bridge Loan) über 20 Mrd. US-Dollar, der im September 2027 fällig wird. Mit Investment-Grade-Status kann SpaceX diese Verpflichtungen tendenziell zu deutlich niedrigeren Zinsen refinanzieren als ohne entsprechende Bonität. Moody's, Fitch Ratings und S&P Global Ratings sollen SpaceX jeweils Ratings zugewiesen haben, öffentlich bestätigt wurden sie von den Agenturen bis Juni 2026 jedoch nicht. Die Angaben stammen aus den von SpaceX veröffentlichten Unternehmensunterlagen. In der S-1 betont SpaceX zudem das Ziel, ein Investment-Grade-Profil zu wahren. Das unerwartete Bitcoin-Treasury Mit der Offenlegung von 18.712 BTC zählt SpaceX zu den größeren Corporate-Bitcoin-Haltern, die den Weg über ein klassisches IPO gehen. Bezogen auf die Bewertung von 1,8 Bio. US-Dollar ist die Position mit 1,29 Mrd. US-Dollar relevant, aber kein dominierender Faktor. Im Blick bleibt das Refinanzierungsrisiko: Der im September 2027 fällige Bridge Loan über 20 Mrd. US-Dollar ist erheblich. Sollte sich das Kreditprofil verschlechtern, könnte der Druck steigen, Vermögenswerte zu veräußern – potenziell auch die Bitcoin-Bestände. Ein erzwungener Verkauf von knapp 19.000 BTC wäre am Markt kein unbedeutendes Ereignis.