Südkoreas Aufsicht prüft Eingriffe bei gehebelten Einzelaktien-ETFs auf Samsung und SK Hynix
Südkoreas Finanzaufsicht erwägt separate Stabilisierungsmaßnahmen für gehebelte ETFs auf einzelne Aktien. Lee Chanjin, Präsident des Financial Supervisory Service (FSS), sagte auf einer Pressekonferenz am 22. Juni 2026, die negativen Auswirkungen solcher Produkte hätten zugenommen. Neben einer strengeren Überwachung der Handelsaktivitäten würden zusätzliche Schritte zur Marktstabilisierung geprüft, um mögliche Kaskadenrisiken aus der extremen Volatilität gehebelter ETFs auf SK Hynix und Samsung Electronics zu begrenzen.
Lee erklärte, er sei "zutiefst besorgt", dass Privatanleger kaum nennenswerte Renditen erzielen, während die Ertragsvorteile bei den betreibenden Institutionen konzentriert seien.
Die betreffenden gehebelten ETFs auf Samsung Electronics und SK Hynix wurden am 27. Mai 2026 an der lokalen Börse in Südkorea gelistet und zogen starke Kapitalzuflüsse an. Nach Angaben des FSS stieg die gesamte Marktkapitalisierung dieser gehebelten Einzelaktien-ETFs von 4,5 Billionen KRW am Tag der Notierung auf 9,6 Billionen KRW bis zum 12. Juni. Die durchschnittliche tägliche Umschlagshäufigkeit erreichte bis zu 122,5% und lag damit deutlich über den 30,2% anderer gehebelter und inverser ETFs. (Caixin)
Im Zuge der Nachricht fiel der südkoreanische Leitindex KOSPI heute zeitweise um bis zu 7% und löste eine Handelsunterbrechung (Circuit Breaker) aus.