JPMorgan: Nachfrage nach Bitcoin und Gold als Inflationsschutz lässt nach

Die Nachfrage nach Bitcoin (BTC) und Gold als Schutz vor Inflation zeigt Ermüdungserscheinungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von JPMorgan, über die The Block berichtete. Mehrere Marktindikatoren deuteten zuletzt auf nachlassenden Kaufdruck bei beiden Anlageklassen hin. Als Belege nennt die Bank unter anderem Abflüsse aus Gold-ETFs. Bei Bitcoin-Spot-ETFs seien zudem vier Wochen in Folge Nettoabflüsse zu verzeichnen gewesen. Auch im Terminmarkt ziehen sich institutionelle Anleger offenbar zurück: JPMorgan beobachtet sinkende Positionen in BTC- und Gold-Futures, was auf eine breitere Reduzierung von Engagements in als sicher geltenden Anlagen hindeute. Den vorherigen Nachfrageanstieg führt JPMorgan auf eine Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, anhaltend hoher Inflation, steigender Staatsverschuldung und wachsenden Sorgen über eine Abwertung des US-Dollar zurück. Der Impuls aus diesen Faktoren habe inzwischen spürbar an Kraft verloren. Für den Kryptomarkt leitet die Bank daraus ab, dass eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte kein Selbstläufer ist. Eine Aufwärtsbewegung setze die Klärung bestimmter Unsicherheiten voraus. Dazu zählt laut JPMorgan mehr Transparenz darüber, aus welchen Quellen Unternehmen Dividenden speisen, die digitale Vermögenswerte in ihrer Bilanz halten. Als weiterer möglicher Katalysator wird der US-Gesetzesvorschlag "CLARITY Act" genannt, der einen klareren Regulierungsrahmen für Kryptowährungen schaffen soll. Für Anleger ist die Einschätzung ein Hinweis darauf, dass das Narrativ von Bitcoin und Gold als verlässliche Inflationsabsicherungen im aktuellen Umfeld an Überzeugungskraft verlieren könnte. Anhaltende ETF-Abflüsse und die veränderte Positionierung institutioneller Investoren sprechen dafür, dass der Markt Erwartungen neu justiert. In den kommenden Monaten dürfte die regulatorische Entwicklung in den USA, insbesondere rund um den "CLARITY Act", ein zentraler Beobachtungspunkt bleiben. JPMorgan beschreibt damit eine datenbasierte Verschiebung in der "Inflationshedge"-Positionierung. Kurzfristig überwiegt Vorsicht, die weitere Richtung hängt von regulatorischen und marktspezifischen Klärungen ab. Anleger sollten Kapitalflüsse institutioneller Investoren sowie den Fortgang der Gesetzgebung aufmerksam verfolgen. Hinweis: Diese Informationen stellen keine Anlage- oder Handelsempfehlung dar. Bitcoinworld.co.in übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Basis der hier genannten Informationen getätigt werden. Es wird zu eigener Recherche und/oder zur Beratung durch qualifizierte Fachleute geraten, bevor Anlageentscheidungen getroffen werden.