IBIT verursacht 73% der wöchentlichen Abflüsse von 1,79 Mrd. US-Dollar aus US-Bitcoin-Spot-ETFs

Daten von Farside Investors zufolge verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs in der Handelswoche vom 22. bis 26. Juni Nettoabflüsse von rund 1,79 Mrd. US-Dollar. Auf den iShares Bitcoin Trust (IBIT) entfielen davon etwa 1,30 Mrd. US-Dollar – knapp 73% des gesamten Wochenabflusses. Die Farside-Übersicht vom 26. Juni wies für den gesamten ETF-Komplex einen Nettoabfluss von 444,5 Mio. US-Dollar aus; das komplette Minus ging dabei auf IBIT zurück. Laut CryptoSlate notierte Bitcoin (BTC) am 28. Juni bei rund 60.000 US-Dollar und lag sowohl über sieben Tage als auch über 30 Tage im Minus. BlackRocks offizieller iShares-Produktseite zufolge verfügte IBIT per 26. Juni über Nettovermögen von 44,87 Mrd. US-Dollar. Einordnung: Stark konzentrierte Abflüsse beim größten Zugangsvehikel könnten ETF-Bestände von einem Nachfragekanal zu einem wiederkehrenden Druckfaktor machen. Marktstimmung: Vorsichtig bärisch, "Risk-off", flowgetrieben, De-Risking. Begründung: Da IBIT nahezu 73% der wöchentlichen Abflüsse auf sich vereinte, könnte der Markt den größten ETF zunehmend als Rückgabekanal interpretieren. Historischer Vergleich: Anfang 2024 dominierten Abflüsse aus GBTC den Flussdruck nach dem Start der Spot-ETFs. Cointelegraph berichtete, JPMorgan-Analysten hätten Abflüsse von 4,3 Mrd. US-Dollar aus GBTC seit der Umwandlung mit dem fast 20%igen Rückgang von Bitcoin unter 40.000 US-Dollar in Verbindung gebracht; zugleich hätten sie betont, der Ausverkauf liege weitgehend hinter dem Markt. (Cointelegraph) Der Unterschied: Der aktuelle Druck konzentriert sich auf IBIT, während die GBTC-Phase einen umgewandelten Trust mit Altbeständen betraf. Folgewirkung: ETF-Rückgaben können sich über Liquiditätserwartungen ausbreiten, noch bevor jeder zurückgezahlte Dollar den Spotmarkt erreicht. Setzen sich große Negativtage bei ETFs fort, müssen Spot-Käufer womöglich mehr Risiko außerhalb des ETF-Komplexes aufnehmen. Stabilisieren sich die Flüsse rasch, könnte es eher wie ein Reset wirken als wie eine dauerhafte Nachfrageschwäche. Chancen und Risiken Chancen: Lassen die IBIT-Abflüsse nach und hält sich Bitcoin im oberen 50.000er-Bereich, bevor er die Zone von 59.000 bis 62.000 US-Dollar zurückerobert, kann ein Positionsaufbau nach Bestätigung die bessere Absorption als Einstiegssignal nutzen. Risiken: Dominiert IBIT weiter die Rückgaben und gelingt Bitcoin kein Wiederaufbau oberhalb von 60.000 US-Dollar, kann eine Reduzierung der Positionierung das Abwärtsrisiko durch wiederkehrenden ETF-Verkaufsdruck begrenzen.