Ungarns neuer Innovationsminister will "unfaire" Beschränkungen am Kryptomarkt abschaffen

Wie Huoxing Finance unter Berufung auf Cryptopolitan berichtet, hat Ungarns neuer Technologieminister Zoltán Tanács am 6. Juni angekündigt, die Regierung werde aus ihrer Sicht unangemessene Beschränkungen für den Markt digitaler Vermögenswerte aufheben. Damit soll ein Kurswechsel gegenüber der Vorgängerregierung vollzogen werden – einschließlich der Rücknahme strafrechtlicher Sanktionen für nicht genehmigte Krypto-Dienstleistungen. Regelungen, die ab Juli 2025 gelten, hatten nach Angaben des Berichts dazu geführt, dass Anbieter wie Revolut den ungarischen Markt verließen. Für lokale Unternehmen seien zudem hohe Compliance-Kosten entstanden. Tanács übernahm sein Amt nach der Bildung der neuen Regierung im Mai 2026 und erklärte, die bisherigen Vorgaben seien politisch motiviert gewesen. Parallel plant die Regierung Anpassungen bei den Vorgaben für Cybersecurity-Audits im Rahmen der NIS2-Richtlinie. Rund 4.000 Unternehmen in Ungarn stehen demnach vor einer Frist zum 30. Juni. Ungarn wolle sich am estnischen Modell der digitalen Verwaltung orientieren und sich zugleich als Unterstützer des EU-Regelwerks MiCA positionieren.