US-Kongress verabschiedet Wohnungsbaugesetz: CBDC-Verbot bis 2030 verankert
Der US-Kongress hat ein umfassendes Wohnungsbaupaket beschlossen, das als bedeutendste Reform seit Jahrzehnten gilt. In dem Gesetz findet sich eine Bestimmung, die auch für Krypto-Anleger relevant ist: Die US-Notenbank Federal Reserve darf mindestens bis 2030 keine digitale Zentralbankwährung (CBDC) ausgeben.
Der "21st Century ROAD to Housing Act" passierte das Repräsentantenhaus am 20. Mai 2026 mit 396&13 Stimmen, nachdem der Senat am 12. März mit 89&10 zugestimmt hatte. Die Vorlage bündelt zwei frühere Initiativen, den "ROAD to Housing Act of 2025" aus dem Senat und den "Housing for the 21st Century Act" aus dem Repräsentantenhaus. Letzteres hatte seine Version bereits am 9. Februar 2026 mit 390&9 Stimmen verabschiedet. Mitinitiiert wurde das Gesetz von Tim Scott, Vorsitzender des Senatsbankenausschusses, sowie dessen ranghöchster Demokratin Elizabeth Warren.
Im Kern zielt das Paket darauf ab, den Wohnungsbau zu beschleunigen und das Angebot zu erhöhen. Geplant sind schnellere Genehmigungsverfahren, eine Modernisierung der Bundesprogramme für Wohnungsbeihilfen sowie zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten durch regulatorische Erleichterungen.
Für Aufmerksamkeit sorgt Abschnitt 1001: Dort ist eine befristete Sperre für eine Fed-CBDC festgeschrieben, gültig mindestens bis 2030. Unterstützung kommt aus der Trump-Regierung, die staatlich ausgegebene Digitalwährungen skeptisch beurteilt und zugleich privaten Kryptomärkten mehr Spielraum einräumt.
Zu den Wohnungsbau-Inhalten zählt außerdem Abschnitt 901, der den Kauf von Einfamilienhäusern durch große institutionelle Investoren einschränkt. Daneben werden Programme für Familien, Senioren und Veteranen aktualisiert und die Genehmigungspraxis für Neubauprojekte gestrafft.
Stand Juni 2026 steht das Gesetz noch vor weiteren Schritten im Senat, nachdem das Repräsentantenhaus zuletzt Änderungen eingebracht hatte. Branchenverbände drängen auf eine zügige Einigung, um Planungssicherheit zu schaffen, bevor der Wahlkampf zu den Midterms den Zeitplan erschwert.
Für den Kryptomarkt könnte die Verzögerung eines staatlichen digitalen Dollars spürbare Folgen haben. Stablecoin-Anbieter wie Circle und Tether müssten bis auf Weiteres nicht mit einem direkten Wettbewerber aus dem Fed-Umfeld rechnen. Eine CBDC hätte bei Zahlungen, Abwicklung und dollardenominierten Digitaltransaktionen unmittelbar mit privaten Stablecoins konkurriert.
Auch am Immobilienmarkt dürfte die Regulierung institutioneller Käufer Strategien verändern. Große Anbieter, die Wohnimmobilien in großem Stil akquiriert haben, müssten ihre Modelle anpassen.