Ethereum Foundation kürzt Budget um 40% und baut Personal ab

Laut CoinDesk treibt die Ethereum Foundation eine umfassende Konsolidierung voran. Die Organisation kündigte an, ihr Budget in diesem Jahr um rund 40% zu senken und ihr Betriebsmodell auf eine schlankere, "Endowment"-ähnliche Struktur umzustellen. Mitgründer Vitalik Buterin erklärte, das Ziel sei, die jährlichen Ausgaben nach 2030 auf etwa 5% der Treasury-Vermögenswerte zu begrenzen. Für die Zeit vor 2026 rechnet er mit einem Ausgabenniveau von rund 15% der verbleibenden Treasury, das in den kommenden Jahren schrittweise sinken soll. Am Tag der Budgetanpassung bestätigte die Stiftung zudem einen Abbau der Belegschaft um 20%. Co-Executive Director Hsiao-Wei Wang ist ausgeschieden. Seit Januar haben insgesamt neun Führungskräfte die Ethereum Foundation verlassen. Im Zuge der Kostensenkungen werden mehrere Bereiche zurückgefahren: Die Abteilung Privacy and Scaling Explorations (PSE) soll schrittweise abgewickelt, institutionelle Partnerschaftsinitiativen reduziert und die Devcon kleiner sowie kosteneffizienter ausgerichtet werden. Technisch will die Stiftung mehr Aufgaben an spezialisierte Client-Teams verlagern und KI-gestützte formale Verifikation einsetzen, um bestimmte Entwicklungs- und Auditkosten zu senken. Buterin bekräftigte außerdem, dass Ethereum nach Abschluss der aktuellen Roadmap in eine "verschlankte und stabile" Phase übergehen solle. Dann werde sich die Protokollentwicklung stärker auf Sicherheitsupdates und wenige wirkungsstarke Upgrades konzentrieren, statt kontinuierlich neue Funktionen hinzuzufügen. Damit dürfte sich die Rolle der Ethereum Foundation langfristig weiter in Richtung Wartung statt großflächiger Expansion verschieben. Aus Marktsicht signalisiert die Kombination aus Budgetkürzungen und Führungswechseln eine Neuallokation von Ressourcen und den Abbau nicht essenzieller Ausgaben. Ergänzend teilte die Stiftung mit, dass Budgetanpassung und Stellenabbau am selben Tag bekannt gegeben wurden und der Abgang von Hsiao-Wei Wang die Zahl der Senior-Abgänge seit Januar auf neun erhöht.