Ether verliert 8% auf 1.625 US-Dollar – tiefster Stand seit April 2025

Ether ist am 5. Juni um mehr als 8% eingebrochen und rutschte bis auf 1.625 US-Dollar, bevor sich der Kurs im Bereich von 1.673 US-Dollar etwas stabilisierte. Damit wurde ETH so günstig gehandelt wie zuletzt im April 2025. Der Rückgang beendet eine besonders schwache Phase für den Token, der noch vor weniger als einem Jahr zeitweise nahe 5.000 US-Dollar notierte. Der Abverkauf erfasste den gesamten Markt. Bitcoin gab in derselben Sitzung um rund 5% nach und fiel auf etwa 60.800 US-Dollar. Damit verzeichnete BTC den sechsten Verlusttag in Folge – die längste Negativserie seit August 2025. Am stärksten traf es Privacy-Coins. Zcash stürzte um mehr als 50% ab, nachdem Berichte über eine kritische Sicherheitslücke aufkamen. Für ZEC war es der größte Tagesverlust seit Mai 2021. Monero geriet ebenfalls unter Druck und verlor in dem Zeitraum zeitweise bis zu 17%. Makro-Umfeld belastet zusätzlich Der Kursrutsch am 5. Juni fiel mit anhaltenden Kapitalabflüssen aus US-Spot-ETFs zusammen, die an digitale Vermögenswerte gekoppelt sind. Gleichzeitig scheint die früher häufig beobachtete Gleichlaufbewegung von Krypto mit starken Technologiewerten nachzulassen: Kryptowährungen fallen, während Tech-Aktien nicht in gleichem Maße nachgeben. Vor wichtigen US-Konjunkturdaten und einer anstehenden Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve bleibt die Risikobereitschaft gedämpft. Zusätzlichen Druck erzeugt der Wettbewerb um Kapital mit KI-getriebenen Sektoren, in die Anleger umschichten, weil dort Story und Fundamentaldaten besser zusammenpassen. Der Rückgang von Ether seit dem Allzeithoch bei rund 4.954 US-Dollar im August 2025 unterstreicht das Bild: Vom Hoch bis zum Tief am 5. Juni entspricht das einem Minus von etwa 67%. Bedeutung für Anleger Besonders im Blick steht der Trend bei ETF-Abflüssen. Zum Start galten diese Produkte als Meilenstein für die institutionelle Adoption. Anhaltende Abflüsse deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren Krypto-ETFs eher als taktische Positionen betrachten, die bei schlechteren Makrobedingungen reduziert werden, und weniger als langfristige Kernbausteine im Portfolio. Der 50%-Einbruch bei ZEC war nicht durch Makro oder Stimmung getrieben, sondern durch ein projektspezifisches Ereignis: eine Sicherheitslücke, die den Tokenwert innerhalb weniger Stunden halbierte. Das ist eine Erinnerung daran, dass Diversifikation innerhalb des Kryptomarkts nicht mit Diversifikation über verschiedene Anlageklassen gleichzusetzen ist.