CME startet Nasdaq-CME-Kryptoindex-Futures – Korb umfasst auch XRP

Nach Angaben von CoinDesk bringt die CME Group Futures-Kontrakte auf den Nasdaq CME Crypto Index an den Start. Der Index bündelt Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano, Bitcoin Cash, XRP, Stellar (XLM) und Chainlink (LINK) in einem Korb und soll institutionellen Investoren ein weiteres Instrument für die Allokation in Krypto-Assets bieten. Die Kontrakte werden in bar abgerechnet (cash-settled) und orientieren sich bei der Preisstellung am Nasdaq CME Crypto Settlement Price Index. Für traditionelle Kapitalgeber ermöglicht das ein reguliertes Futures-Engagement in mehrere Krypto-Assets, ohne Tokens direkt kaufen oder verwahren zu müssen. CME und Nasdaq erklärten, die Produkte zielten vor allem auf die Nachfrage nach transparenten Benchmarks und standardisierten Handelsinstrumenten. Korb- und Indexprodukte ähneln damit stärker den indexbasierten Allokationsansätzen aus den klassischen Märkten als Futures auf einzelne Kryptowährungen. XRP zeigte am ersten Handelstag bereits erste Umsätze. Laut CME-Terminaldaten wurde der Standard-XRP-Future mit dem Code XRPM6 zuletzt bei 1.1090 gehandelt, ein Minus von 3.02% am Tag, bei einem Volumen von 169 Kontrakten. Der Micro-XRP-Future (MXPM6) notierte zuletzt bei 1.1105, minus 2.89%, bei 611 Kontrakten. Beide Kontraktvarianten lagen am ersten Tag preislich unter dem Spotkurs. Die Micro-Kontrakte waren deutlich aktiver, was darauf hindeutet, dass kleinere Stückelungen in der Anfangsphase eher kurzfristig orientierte Handelskonten anziehen. Das vergleichsweise moderate Volumen im Standardkontrakt deutet zugleich darauf hin, dass größere Marktteilnehmer Liquidität und Preisfindung des neuen Produkts zunächst beobachten. Mit dem neuen Index-Future unterstreichen CME und Nasdaq zudem, dass traditionelle Börsen ihre Abdeckung im Bereich Krypto-Derivate weiter ausbauen. Während der Markt bislang vor allem von Single-Asset-Produkten wie Bitcoin und Ethereum geprägt war, werden zunehmend weitere Tokens in gemeinsame Indexstrukturen integriert – die Produktgestaltung entwickelt sich damit in Richtung Multi-Asset-Allokation.