Cardano-Futures starten bei CME – ADA fällt auf Fünfjahrestief
Die CME Group hat am 29. Mai Cardano-Futures in den 24/7-Handel aufgenommen. Wenige Tage später wurde Cardano zudem in einen neuen Kryptoindex von Nasdaq integriert. Am Markt spiegelt sich der institutionelle Rückenwind bisher nicht wider: ADA notiert aktuell bei rund 0,17 US-Dollar und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2021. Auf Monatssicht entspricht das einem Minus von 37%.
Mit der Erweiterung ihres rund um die Uhr laufenden Derivateangebots führt die CME ADA nun neben Bitcoin, Ethereum und Solana – ohne Handelspausen am Wochenende. Am 8. Juni folgte die Aufnahme in den Nasdaq CME Crypto Index, einen nach Marktkapitalisierung gewichteten Korb, zu dem auch Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana gehören. ADA ist darin nur gering gewichtet; Bitcoin stellt nach Angaben zur Indexstruktur rund vier Fünftel.
Nach dem CME-Start stiegen die aktiven ADA-Adressen in den darauffolgenden Tagen um 14%. Gleichzeitig baute die Whale-Gruppe mit Beständen von 10 bis 100 Mio. ADA ihr Angebot bis Ende Mai aus. Die CME meldete für ihre Krypto-Futures 2025 ein Gesamtvolumen von 3 Billionen US-Dollar; das durchschnittliche Tagesvolumen liegt 2026 bisher 46% über dem Vorjahresniveau.
Belastend wirken weiterhin Probleme im Ökosystem. TapTools, eine Analytics-Plattform mit über einer Million Nutzern, stellte den Betrieb ein, nachdem das Unternehmen Anfang des Jahres CTO und COO verloren hatte. Zudem wurde der Cardano Singapore Summit 2026 nach einer Governance-Abstimmung abgesagt: Der Finanzierungsantrag erhielt 65,21% Zustimmung und verfehlte damit knapp die erforderliche Zweidrittelmehrheit von 66,67%.
Gründer Charles Hoskinson warnte, dass in der zweiten Jahreshälfte 2026 weitere DeFi-Projekte scheitern könnten, da die Finanzierung austrocknet und die Nutzerzahlen niedrig bleiben. Der Total Value Locked im Cardano-DeFi-Ökosystem ist von etwa 905 Mio. US-Dollar Ende 2024 auf heute unter 140 Mio. US-Dollar gefallen – ein Rückgang um 85%.
Ein Termin rückt in den Fokus: Am 23. Juni startet das Testnet für Ouroboros Leios. Das Upgrade soll Geschwindigkeit und Durchsatz erhöhen und Entwicklern erstmals ermöglichen, die Verbesserungen vor einem für Ende 2026 anvisierten Mainnet-Rollout unter Last zu testen.