CFTC genehmigt BTCPERP als ersten regulierten Perpetual-Futures-Kontrakt

Die US-Rohstoffaufsicht CFTC hat BTCPERP als ersten regulierten Perpetual-Futures-Kontrakt eingestuft und damit unbefristete Terminkontrakte in einen klaren aufsichtsrechtlichen Rahmen gestellt. Grundlage ist eine aktualisierte Auslegung des Begriffs "futurity": Entscheidend sei die Preisexponierung auf einen künftigen Wert, nicht zwingend ein festes Laufzeitende. CFTC-Chairman Michael S. Selig erklärte, der Commodity Exchange Act definiere Futures nicht ausdrücklich. Gerichte und Präzedenzfälle hätten "contracts for future delivery" über mehrere Marktmerkmale hinweg ausgelegt. Perpetual-Strukturen passten in dieses Verständnis, da sie über Funding Rates sowie cash-settled Preisbildungsmechanismen funktional an bestehende Derivate anknüpften. Die periodischen Funding-Zahlungen zwischen Long- und Short-Positionen hielten den Kontrakt nahe am Referenzpreis; Cash-Settlement-Strukturen seien zudem seit Langem in US-Märkten etabliert. BTCPERP wurde als Beispiel dafür hervorgehoben, wie Innovationen aus Offshore-Märkten in eine US-konforme Börseninfrastruktur überführt werden können. Mit der Genehmigung fällt das Produkt unter die CFTC-Zuständigkeit und soll innerhalb regulierter Exchange-Strukturen gehandelt werden. Parallel stärkt die Behörde ihre Expertise: Donald Battle wurde zum Chief Data Innovation Officer in der Division of Data ernannt und arbeitet zudem in der Innovation Task Force mit Fokus auf Data Science und Blockchain-Forensik. Zuvor war er unter anderem bei der SEC in der Crypto Task Force von Commissioner Hester Peirce sowie bei FinCEN mit Virtual-Currency-Enforcement und Anti-Geldwäsche-Themen tätig. J Matthew Haws übernimmt die Rolle als Senior Advisor und Chicago Regional Administrator; er bringt mehr als 13 Jahre Erfahrung in Derivate-Recht und Compliance mit und war zuvor unter anderem bei Marex sowie bei Katten Muchin Rosenman LLP in regulatorischen Funktionen tätig.