Bitwise setzt 114 Mio. US-Dollar auf HYPE bei Hyperliquid – Staking-Ausbau parallel zum ETF-Wachstum
Der Vermögensverwalter Bitwise hat 1,775 Millionen HYPE im Gegenwert von rund 114 Mio. US-Dollar in das Hyperliquid-Protokoll transferiert und die Token anschließend gestakt. Damit baut das Unternehmen eine Position aus, die es seit dem Start eines Spot-Hyperliquid-Fonds im Mai schrittweise aufstockt.
Wichtigste Punkte:
- Bitwise stakte laut Lookonchain 1,775 Millionen HYPE im Wert von etwa 114 Mio. US-Dollar auf Hyperliquid.
- Bitwise betreibt den Bitwise Hyperliquid ETF (BHYP), der seit dem 15. Mai an der NYSE Arca gehandelt wird.
- BHYP leitet 10% seiner Gebühren in den Kauf und das Staking von HYPE um und koppelt das Fonds-Wachstum damit an die Protokollumsätze.
114 Mio. US-Dollar als Onchain-Position
Bitwise verschob 1,775 Millionen HYPE, den nativen Token der Hyperliquid-Börse, in das Protokoll und legte die Bestände direkt ins Staking. Zum aktuellen Kurs entspricht das einem Volumen von rund 114 Mio. US-Dollar und zählt zu den bislang größten Einzelaufstockungen der Hyperliquid-Position des Hauses. Laut Hypurrscan beläuft sich das von Bitwise gestakte HYPE-Volumen auf nahezu 114 Mio. US-Dollar.
Das Staking bei Hyperliquid folgt dabei keinem klassischen, inflationsgetriebenen Belohnungsmodell. Die Anreize stammen aus realen Protokollerträgen: Gebühren, die Trader für die Nutzung der Plattform zahlen, werden an Staker ausgeschüttet. Die Rendite hängt damit von der Handelsaktivität der Börse ab, nicht von zusätzlicher Token-Emission.
Der jüngste Transfer knüpft an eine seit Wochen laufende Aufstockung an. Bitcoin.com News hatte zuvor über weitere Käufe berichtet, darunter eine einzelne Transaktion über 77.097 HYPE im Wert von rund 5,18 Mio. US-Dollar, während Bitwise Mittelzuflüsse fortlaufend in gestakte Token umschichtete.
Wie der ETF die Aufstockung antreibt
Die Akkumulation steht in direktem Zusammenhang mit dem Bitwise Hyperliquid ETF (BHYP), der am 15. Mai den Handel an der NYSE Arca aufnahm. Das Produkt zählt zu den ersten US-Spot-Hyperliquid-ETFs, die über die Sparte Bitwise Onchain Solutions ein internes Staking anbieten.
Das Fondskonzept sieht vor, einen Teil der Erlöse zurück in den Token zu lenken: Bitwise verwendet 10% der Managementgebühren von BHYP, um HYPE auf eigene Rechnung zu kaufen und zu staken. Dadurch entsteht ein Kreislauf, in dem steigende Nachfrage nach dem ETF in zusätzliche Onchain-Akkumulation mündet.
Zum Handelsstart verzeichnete BHYP den größten ersten Handelstag eines US-Spot-Altcoin-Fonds in diesem Jahr. In der Folge kam es zu einem Short Squeeze, der HYPE um rund 5% nach oben trieb. Das Gebührenmodell liefert auch eine Erklärung für die Größenordnung des aktuellen Stakes: Wachsen die BHYP-Vermögen, steigt auch der Anteil der Gebühren, der in HYPE fließt. Für Bitwise entsteht damit ein struktureller Anreiz, die Position kontinuierlich auszubauen, statt Käufe als Einzeltrades zu behandeln.
Wettlauf um Hyperliquid-Exposure
Bitwise ist im Wettbewerb um Hyperliquid-Engagement nicht allein. 21shares verfolgt mit THYP ein eigenes Produkt, Grayscale drängt mit einem Nasdaq-Listing-Plan in den Markt für HYPE-ETFs.
Spot-HYPE-ETFs zusammen verzeichneten zudem einen der stärksten Altcoin-Starts der jüngeren Zeit und banden in den ersten Wochen einen spürbaren Anteil des umlaufenden Token-Angebots. Das unterstreicht, wie schnell sich Hyperliquid von einem Nischenplatz für Derivate zu einem institutionell gefragten Ziel entwickelt hat.
Bei einer Marktbewertung von HYPE in Milliardenhöhe können bereits kleine Allokationen regulierter Fonds erhebliche Onchain-Ströme auslösen. Der 114-Mio.-US-Dollar-Stake von Bitwise gilt als Beispiel dafür. Der wachsende Bestand an gestaktem HYPE wird damit zugleich zu einem öffentlichen Signal der Überzeugung des Hauses – und die wachsende Zahl konkurrierender Produkte deutet darauf hin, dass der Wettbewerb um Hyperliquid-Exposure erst beginnt.