Bitcoin verliert 4 %: Tech-Ausverkauf und hohe Marktvolatilität belasten
Die Nervosität an den Aktienmärkten hat sich am Freitag deutlich verschärft. Nasdaq-100-Futures gaben um 2 % nach, S&P-500-Futures verloren 1,1 %. In Südkorea rutschten Tech-Aktien zeitweise um bis zu 10 % ab, bevor der Handel kurzzeitig ausgesetzt wurde.
Seit Wochen geraten die Bewertungen im Technologiesektor unter Druck. Am 5. Juni verzeichnete der Nasdaq den stärksten Tagesrückgang seit April 2025 und fiel um deutlich mehr als 4 %. Das daraus entstandene Risk-off-Umfeld erfasst auch den Kryptomarkt: Bitcoin sank um 4 %, Ethereum um 6 %.
Als zusätzlicher Belastungsfaktor gilt Broadcom. Der US-Chiphersteller verfehlte Anfang des Monats die Erwartungen bei den Quartalsumsätzen und schürte damit Unsicherheit. Für Gegenwind sorgt zudem die hohe Verschuldung, mit der die diesjährige KI-Expansion teilweise finanziert wird. Rund 750 Mrd. US-Dollar an Unternehmensinvestitionen in KI und Technologie machen die Branche anfällig für steigende Finanzierungskosten.
Da der Markt inzwischen eine mögliche Zinserhöhung im Oktober einpreist, wird das künftige Ertragspotenzial von KI-Unternehmen aus Sicht der Investoren neu bewertet. Der SOX-Index, der Halbleiterwerte abbildet, erreichte Volatilitätsniveaus, die an die Extremphasen der Dotcom-Blase in den 2000er-Jahren erinnern.
Bitcoin zeigt seit 2025 eine erhöhte Korrelation zu Tech-Aktien. Im Zuge der Kursverluste im Technologiesektor fiel BTC im Tagesverlauf unter 62.000 US-Dollar. Händler am Prognosemarkt Kalshi gewichten inzwischen stärker ein Szenario, in dem der Kurs in diesem Jahr unter 60.000 US-Dollar rutscht.
Der negative Ton wird zudem von einem festeren US-Dollar, deutlichen ETF-Abflüssen zu Beginn des Jahres sowie einer von Donald Trump gestern unterzeichneten Executive Order zu Quantentechnologien geprägt. Ethereum liegt inzwischen 35 % unter seinen Höchstständen aus dem Jahr 2026, viele Altcoins haben in der Breite häufig Rückgänge von mehr als 50 % verzeichnet.
Die aktuelle Korrektur gilt nicht als Signal für eine grundsätzliche Trendwende an den globalen Märkten. Sie unterstreicht aber, dass die KI-Euphorie des vergangenen Jahres stark auf künftigen Gewinnen und weniger auf heutigen Umsätzen basiert. Der Beitrag "Bitcoin Caught in Crossfire as Tech Stocks Unravel" erschien zuerst auf CryptoPotato.