Bitcoin springt nach Trump-Ankündigung über 65.000 US-Dollar – Markt setzt auf Entspannung zwischen USA und Iran
Nach Angaben von CoinDesk ist Bitcoin wieder über die Marke von 65.000 US-Dollar gestiegen, nachdem ausländische Medien über eine von Donald Trump angekündigte Friedensvereinbarung zwischen den USA und Iran berichtet hatten. Der Bericht verknüpft die Kursbewegung mit nachlassenden Spannungen im Nahen Osten und der Neubewertung von Ölpreisen, Inflation und dem Zinspfad der US-Notenbank.
Demnach soll die Vereinbarung am 19. Juni 2026 unterzeichnet werden. Vorgesehen seien unter anderem die Wiederherstellung der Passage durch die Straße von Hormus sowie die Aufhebung einer US-Seeblockade. Bei Umsetzung könnten sich die Belastungen für das globale Energieangebot verringern; Rohölpreise hätten bereits zu sinken begonnen.
CoinDesk verweist zudem auf externe Berichte, wonach Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte, das Abkommen werde zur Einstellung militärischer Operationen an mehreren Fronten führen. Ebenfalls werde berichtet, Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffen zu entwickeln. Die Aussagen beruhen laut Artikel auf Meldungen und Stellungnahmen beteiligter Parteien.
Rückblickend beschreibt der Bericht, dass Bitcoin nach dem Rekordhoch von 126.080 US-Dollar im Oktober 2025 in einen Abwärtstrend überging. Ab Februar 2026 hätten die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran sowie makroökonomische Unsicherheit die Stimmung zusätzlich belastet. Die zeitweise Schließung der Straße von Hormus habe die Energiemärkte gestört und Inflationsdaten nach oben gedrückt. In der Folge sei Bitcoin Anfang des Monats kurz unter 60.000 US-Dollar gefallen und habe diese Schwelle am 6. Juni zeitweise unterschritten.
Als zentrale Marken nennt der Bericht 60.000 und 65.000 US-Dollar; das Allzeithoch liege bei 126.080 US-Dollar. Für die weitere Entwicklung stellt CoinDesk vor allem auf den Ölpreis und Zinssenkungserwartungen ab: Sollten die Ölpreise weiter nachgeben und das Abkommen reibungslos vorankommen, könnten sich die Inflationsrisiken in den USA abschwächen. Damit würden die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve steigen, was hochvolatile Risikoanlagen tendenziell stützt. Auf dieser Argumentationskette basiert die Einschätzung, dass Bitcoin die Erholung fortsetzen könnte.