Bitcoin nimmt 68.000 US-Dollar ins Visier – Fed-Entscheid und US-Konjunkturdaten im Fokus
Laut CoinMarketCap richtet sich der Blick am Kryptomarkt in dieser Woche auf eine Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten sowie den Zinsentscheid der US-Notenbank. Bitcoin kletterte zwischenzeitlich über 65.500 US-Dollar. Rückenwind kam von fallenden Ölpreisen und nachlassenden Inflationssorgen.
In den USA ist die Handelswoche verkürzt: Am Freitag bleibt der Markt wegen des Feiertags Juneteenth geschlossen. Dadurch könnten Daten wie Einzelhandelsumsätze, Wohnungsbaubeginne und Industrieindikatoren sowie die Aussagen der Fed nach der Sitzung die Risikomärkte in einem engeren Zeitfenster stärker bewegen.
Im Fokus stehen derzeit US-Daten zur Industrieproduktion im Mai, zu den Wohnungsbaubeginnen, zu den Einzelhandelsumsätzen und zum Philadelphia-Fed-Index. Die Veröffentlichungen liefern Hinweise auf Wachstum und Inflation und beeinflussen die Erwartungen an den künftigen Zinspfad. Fallen die Zahlen stärker als erwartet aus, könnte der Markt das Tempo möglicher Zinssenkungen neu bewerten. Schwächere Daten würden Wetten auf eine Lockerung der Geldpolitik stützen und die Risikoneigung bei Krypto-Assets verändern.
Am Mittwoch gibt die Federal Reserve ihre Zinsentscheidung bekannt. Breite Markterwartung ist, dass die Zinsen nach der Sitzung unverändert in der Spanne von 3,50% bis 3,75% bleiben. Für Krypto-Händler gelten neben dem Beschluss vor allem die Erklärung nach der Sitzung, der Dot Plot sowie die Pressekonferenz von Fed-Chair Kevin Warsh als entscheidend. Warsh übernahm den Vorsitz im Mai; damit erhält der Markt erstmals die Möglichkeit, seine geldpolitische Ausrichtung umfassend einzuordnen. Ökonomen prüfen laut Bericht weiterhin, ob er stärker zu Zinssenkungen tendiert oder bei der Inflationsbekämpfung einen härteren Kurs verfolgt.
Für Entspannung sorgte zudem die Nachricht über eine Einigung zwischen den USA und Iran: Der Rückgang der Ölpreise minderte den Kostendruck, Aktienindex-Futures legten zu, die Stimmung für Risikoanlagen besserte sich. In diesem Umfeld erholte sich auch Bitcoin und näherte sich dem höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Der Bericht verweist jedoch auf einen Widerstandsbereich um 68.000 US-Dollar.
Ethereum notiert um 1.700 US-Dollar. XRP, Solana, Cardano sowie damit verbundene Token auf Hyperliquid stiegen ebenfalls im Zuge der Markterholung. Die erwartete Zinspause gilt an den Märkten bereits weitgehend als eingepreist. Sollte die Fed signalisieren, dass hohe Zinsen länger beibehalten werden, könnte die Rally bei Krypto-Assets an Schwung verlieren. Lassen die Inflationssorgen weiter nach, könnte die Erholung anhalten.