Bitcoin-Mining-Schwierigkeit dürfte am 13. Juni um 10,3% sinken – Kursrückgang belastet Miner
Laut CoinDesk könnte das Bitcoin-Netzwerk in dieser Woche eine der größten Anpassungen der Mining-Schwierigkeit der vergangenen Jahre erleben. Galaxy Research zufolge drückt der anhaltend schwächere BTC-Kurs auf die Profitabilität der Miner. In der Folge werden weniger rentable Geräte abgeschaltet, was die Netzwerkleistung (Hashrate) verringert und eine Abwärtsanpassung der Schwierigkeit begünstigt.
Bitcoin notierte am 11. Juni im Handel wieder bei rund 62.826 US-Dollar und legte binnen 24 Stunden um 2,23% zu. Seit Anfang Juni summiert sich der Rückgang jedoch weiterhin auf etwa 15%. Sinkende Einnahmen erhöhen den operativen Druck insbesondere bei Minern mit höheren Strom- und Betriebskosten.
Analystenberechnungen zufolge steht die nächste Difficulty-Anpassung um den 13. Juni 2026 an. Erwartet wird ein Rückgang um rund 10,3% bei Blockhöhe 953.568. Sollte sich diese Prognose bestätigen, wäre es die elftgrößte negative Difficulty-Anpassung in der Geschichte von Bitcoin.
2026 wäre dies bereits die zweite spürbare Senkung. Am 7. Februar hatte das Netzwerk die Schwierigkeit um 11,16% reduziert – ausgelöst durch fallende Kurse und wetterbedingte Störungen in Teilen der Mining-Infrastruktur infolge von Winterstürmen.
Die Difficulty wird beim Bitcoin-Protokoll automatisch anhand der Blockproduktionsgeschwindigkeit angepasst. Gehen Kurs und Erträge zurück, stellen einige Miner den Betrieb ein; die Hashrate sinkt, Blöcke werden langsamer gefunden. Das System senkt dann die Schwierigkeit, um das Zieltempo von etwa einem Block alle 10 Minuten wieder zu erreichen. Größere Abwärtsanpassungen gelten daher auch als Indikator dafür, dass Profitabilitätsdruck der Miner auf Netzebene angekommen ist. Für verbleibende Betreiber kann eine niedrigere Difficulty die Kosten je gefundenem Block kurzfristig senken und die Lage stabilisieren.
Historisch traten starke Rückgänge der Difficulty häufig in Stressphasen der Branche auf, etwa während der umfassenden Mining-Razzien in China 2021, in der pandemiebedingten Marktpanik 2020 oder in früheren Phasen platzender Preisblasen. Als Beispiele nennt der Bericht: -27,94% am 3. Juli 2021, -18,03% am 31. Oktober 2011 und -16,05% am 3. November 2020.
Zusätzlich verweist der Artikel auf ein mögliches technisches Szenario: Sollte Bitcoin unter die stark gehandelte Zone um 62.000 US-Dollar fallen, deute die historische Volumenverteilung darauf hin, dass der nächste Unterstützungsbereich zwischen 25.500 und 31.500 US-Dollar liegen könnte. Diese Einschätzung wird als hypothetisches Szenario dargestellt und ist kein gesicherter Befund.