Bitcoin steigt wieder über 64.000 US-Dollar und testet Widerstand bei 65.000

Bitcoin hat am 12. Juni die Marke von 64.000 US-Dollar zurückerobert. Das deutet auf eine spürbare Stimmungsaufhellung am Markt hin. Zuvor hatte Alex Thorn, Research-Chef bei Galaxy Digital, gewarnt, die Korrektur könne noch nicht abgeschlossen sein; ein zyklisches Tief sei möglicherweise erst im vierten Quartal 2026 zu erwarten. Die jüngste Kursentwicklung und Daten aus dem Derivatehandel stellen diese Einschätzung nun zumindest teilweise infrage. Kurs rückt an 65.000 heran Seit dem Juni-Tief nahe 59.000 US-Dollar hat sich Bitcoin erholt. Im 4-Stunden-Chart sind mehrere höhere Tiefs zu sehen, ein Signal für wieder anziehenden kurzfristigen Kaufdruck. Der Kurs arbeitet aktuell an einer Widerstandszone um 64.900 bis 65.000 US-Dollar; dieses Niveau fällt zudem mit dem 0,618-Retracement der vorangegangenen Abwärtsbewegung zusammen. Gelingt ein klarer Ausbruch, rücken als nächste Zielbereiche 66.700 und 68.500 US-Dollar in den Fokus. Scheitert der Kurs dagegen an dieser Zone, spricht das für eine Rally, die vorerst vor allem Erholungscharakter hat. Derivate und Indikatoren signalisieren Entspannung Neben dem Rebound liefern auch technische und derivativespezifische Kennzahlen Hinweise auf nachlassenden Verkaufsdruck. Der Chaikin Money Flow im 4-Stunden-Chart liegt wieder über der Nulllinie und signalisiert erneute Kapitalzuflüsse. Auf Tagesbasis hat sich das MACD-Histogramm gegenüber dem vorherigen Tief verengt, was auf abnehmendes Abwärtsmomentum hindeutet. Im Derivatemarkt stieg das Open Interest bei Bitcoin innerhalb eines Tages auf 46,13 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 0,12% intraday. Die gewichtete Funding-Rate blieb mit 0,0029% im positiven Bereich. Das spricht dafür, dass Trader ihre Positionen ausbauen und dabei insgesamt eine moderate bullishe Tendenz beibehalten, statt aggressiv auf weiter fallende Kurse zu setzen. ETF-Flows bleiben verhalten Bei institutionellen Zuflüssen zeigt sich noch keine klare Trendwende. Laut Daten von SoSoValue verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs am 11. Juni einen Nettoabfluss von 19,03 Mio. US-Dollar. BlackRocks IBIT verbuchte zwar Nettozuflüsse von 30,26 Mio. US-Dollar, Abflüsse bei Produkten von Fidelity, Ark Invest, Bitwise und VanEck machten den Effekt jedoch mehr als zunichte. Das passt zur vorsichtigen Haltung von Galaxy Digital. Alex Thorn verweist darauf, dass typische Merkmale markanter Markttiefs derzeit noch nicht eindeutig erkennbar seien, etwa breitflächige Anlegerverluste und konzentrierter Verkaufsdruck. Fazit: Unterstützung bei 59.000 hält, 65.000 bleibt Schlüsselzone Bitcoin verteidigt bislang die Unterstützung um 59.000 US-Dollar, während die Risikobereitschaft im Derivatehandel allmählich zurückkehrt. Solange die ETF-Mittelzuflüsse nicht deutlich anziehen, bleibt die kurzfristig entscheidende Beobachtungszone 64.900 bis 65.000 US-Dollar. Ein Ausbruch könnte den Weg in Richtung 68.500 US-Dollar ebnen und die psychologische Marke von 70.000 US-Dollar ins Spiel bringen. Scheitert der Durchbruch und der Kurs dreht nach unten, dürfte die Debatte über eine anhaltende Korrektur weitergehen.