Avalanche Treasury Co. startet Nasdaq-Handel unter dem Kürzel AVAT

Avalanche Treasury Co., ein Unternehmen mit Fokus auf Kapitalallokation im Avalanche-Ökosystem, soll am Donnerstag den Handel an der Nasdaq unter dem Ticker AVAT aufnehmen. Wie CoinDesk berichtet, setzt das Unternehmen nicht auf ein reines "Token-Treasury"-Modell, sondern will Mittel gezielt in Infrastruktur, Anwendungen und Projekte innerhalb des Avalanche-Netzwerks investieren. Der Börsengang erfolgt über eine SPAC-Transaktion. Geführt wird Avalanche Treasury Co. von Bart Smith, einem früheren Manager bei Susquehanna und AllianceBernstein. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen den Plan bekannt gegeben, mit der Special Purpose Acquisition Company Mountain Lake Acquisition Corp. zu fusionieren. Die Transaktion wurde mit 675 Mio. US-Dollar bewertet. Das Listing fällt in eine Phase zunehmender Konkurrenz unter Krypto-Treasury-Gesellschaften. Bei schwacher Entwicklung vieler Krypto-Assets wächst der Druck, dem Kapitalmarkt zu zeigen, dass das Geschäftsmodell mehr ist als ein gehebelter Stellvertreter für den Kurs eines einzelnen Tokens. Während frühe Treasury-Modelle häufig auf das Ansammeln eines einzelnen Tokens setzten und die Aktienkurse entsprechend eng an dessen Preis gekoppelt waren, rücken bei neuen Anbietern aktive Strategien stärker in den Vordergrund. Dazu zählen Ökosystem-Investments, Erträge aus Staking sowie die Onchain-Allokation von Kapital, um höhere Bewertungen zu rechtfertigen. Avalanche Treasury Co. positioniert sich laut Bericht als Vehikel, das Adoption und Wachstum im Netzwerk fördern soll, indem Kapital im Avalanche-Ökosystem eingesetzt wird, statt lediglich AVAX in der Bilanz zu halten. Das Unternehmen hält derzeit rund 15 Mio. AVAX, was etwa 3,5% des umlaufenden Angebots entspricht. Ein zentraler Vermarktungspunkt ist die institutionelle Nutzung. Avalanche ist eine öffentliche Blockchain, die seit sechs Jahren in Betrieb ist und seit Langem auf institutionelle Anwendungsfälle abzielt. Ava Labs, das Unternehmen hinter der Entwicklung des Netzwerks, hat in den vergangenen Jahren wiederholt traditionelle Finanzinstitute für die Tokenisierung von Real-World-Assets sowie die Onchain-Integration ausgewählter Finanzmarkt-Infrastruktur gewonnen. Öffentliche Angaben nennen BlackRock, Franklin Templeton, Apollo, die FIFA und den US-Bundesstaat Wyoming als Nutzer von Avalanche. Im Avalanche-Netzwerk sind derzeit rund 550 Projekte aktiv. Zudem befinden sich tokenisierte Real-World-Assets im Wert von mehr als 1,3 Mrd. US-Dollar Onchain. Rob Hadick, General Partner bei Dragonfly, sagte, die nächste Phase der institutionellen Adoption könnte stärker von strukturierten Instrumenten abhängen, die Kapital gezielt in wichtige Ökosysteme lenken. Bei börsennotierten Treasury-Gesellschaften werde der Markt daher zunehmend nicht nur auf die gehaltenen Bestände achten, sondern auf die Frage, ob Staking, Ökosystem-Investments und Onchain-Deployments dauerhaft Renditen liefern können.