US-Notenbank dürfte Zinsen unter neuem Chef Kevin Warsh unverändert lassen

Die US-Notenbank dürfte bei ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh die Zinsen unverändert lassen und in ihrer Erklärung Formulierungen wie „zusätzliche Anpassungen“ streichen, die bislang mögliche Senkungen signalisierten. Die Einzelhandelsumsätze in den USA stiegen im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,9% und übertrafen damit die Erwartungen deutlich, was die Einschätzung einer hartnäckigen Inflation stützt. Neue Wirtschaftsprojektionen deuten darauf hin, dass die Mehrheit der Notenbanker nicht mehr mit Zinssenkungen im laufenden Jahr rechnet; einige halten sogar Zinserhöhungen für möglich. Dieses Signal einer restriktiveren Ausrichtung dämpft die Erwartungen an die Rohstoffnachfrage und belastet damit Aussichten für Öl- und Benzinpreise.