Zuckerpreise fallen: starker Dollar und schwächeres Rohöl belasten

Die Preise für Rohzucker in New York und Weißzucker in London sind gefallen; in New York markierte Zucker ein 1,75‑Monats-Tief. Treiber war ein festerer US-Dollar, nachdem der Dollarindex auf ein 13‑Monats-Hoch gestiegen war. Gleichzeitig rutschte WTI-Rohöl auf ein 3,5‑Monats-Tief, was Ethanol weniger attraktiv macht und Zuckerfabriken dazu bewegen kann, mehr Zucker statt Ethanol zu produzieren, wodurch kurzfristig mehr Angebot erwartet wird. Mittel- bis langfristig stützen schwächere Monsunregen in Indien, ein bestätigtes El Niño sowie mehrere nach unten revidierte Prognosen zur globalen Zuckerbilanz 2026/27 die bullische Argumentation, doch im Handel steht derzeit der kurzfristige Angebotsdruck im Vordergrund.