Haushaltsdruck und Sanktionen gefährden Rubels Kursrally seit Anfang 2024
Der russische Rubel hat seit Anfang vergangenen Jahres rund 45 % zum US‑Dollar zugelegt und notierte zuletzt bei etwa 78 je Dollar, während der Staat zugleich unter wachsendem Haushaltsdruck steht. Die Regierung hielt das Defizit für 2025 bei 2,6 % des BIP, indem sie die Ausgaben im Dezember im Jahresvergleich um 19 % kürzte, nachdem die Öl- und Gaseinnahmen auf ein Fünfjahrestief gefallen und die jährlichen Energieerlöse um 24 % zurückgegangen waren, während Sanktionen und hohe Zinsen das Finanzministerium zu höheren täglichen Devisenverkäufen zwangen. Trotz umfangreicher Interventionen und straffer Geldpolitik dürfte das Wirtschaftswachstum unter 1 % gefallen sein. Analysten rechnen damit, dass der Rubel im kommenden Jahr wieder an Wert verlieren könnte.