EZB-Arbeitspapier warnt vor Risiken großflächiger Stablecoin-Nutzung für Bankeinlagen und Geldpolitik im Euroraum
Ein Arbeitspapier der Europäischen Zentralbank kommt zu dem Schluss, dass Stablecoins als Ersatz für Retail-Bankeinlagen dienen können und bei breiter Nutzung die Refinanzierungsbasis der Banken verkleinern und deren Kreditvergabe begrenzen könnten. Die Autoren argumentieren, dass ein solcher Wechsel die Übertragung von Leitzinsänderungen im Bankensystem des Euroraums verändern und die Region über in US-Dollar denominierte Stablecoins indirekt der US-Geldpolitik aussetzen könnte, wie die EZB-Studie festhält. Während die derzeitige Nutzung überwiegend mit Krypto-Handel verbunden ist, warnt die Untersuchung, dass Umfang und sich wandelnde Anwendungsfälle darüber entscheiden werden, wie stark Stablecoins Bankbilanzen und geldpolitische Transmission umgestalten.