XRP-Spot-ETFs verlieren an Schwung, Bitcoin-ETFs zeigen Erholungstendenzen
Spot-Krypto-ETFs bleiben ein wichtiger Treiber für das Wachstum der Branche, doch die jüngsten Zuflussdaten zeigen ein deutlich zweigeteiltes Bild. Während sich Bitcoin-(BTC)-Spot-ETFs seit der massiven Abflussphase nach dem Marktschock vom 10. Oktober zumindest teilweise stabilisieren, ist das Interesse an Spot-ETFs auf Ripple's XRP zuletzt nahezu versiegt.
**Spot-XRP-ETFs: Kaum Nachfrage, mehrere Tage ohne Aktivität**
Daten von SoSoValue zeichnen ein ernüchterndes Bild für börsengehandelte Fonds, die den grenzüberschreitend genutzten Altcoin XRP abbilden. Erstmals seit Auflegung der Produkte gab es mehr Tage ohne meldepflichtige Aktivität als Tage mit Nettoflüssen. Am Montag, Donnerstag und Freitag wurden Nettozuflüsse von **0,00 US-Dollar** verzeichnet. Lediglich am Dienstag und Mittwoch kam es zu minimalen Nettozuflüssen von **1,40 Mio. US-Dollar** bzw. **1,26 Mio. US-Dollar**.
Damit endete zwar die zweite Woche in Folge mit einem Plus, die tatsächlichen Beträge bleiben aber gering. Im März liegt die Bilanz weiter im Minus: Es stehen bislang knapp **29 Mio. US-Dollar** an Nettoabflüssen zu Buche – der erste negative Monat seit dem Marktstart im **November 2025**.
Von der starken Nachfrage der ersten sechs Wochen ist aktuell wenig übrig. Zur Erinnerung: **Canary Capital's XRPC** hatte am ersten Handelstag den Rekord für das höchste Handelsvolumen bei einem 2025er ETF-Launch aufgestellt. Zusammen mit vier nachfolgenden Fonds zog XRPC innerhalb eines Monats **über 1 Mrd. US-Dollar** an Nettozuflüssen an. **2026** zeigt bislang das Gegenbild, insbesondere im laufenden Monat.
**Ethereum-ETFs schwächer, Bitcoin-ETFs arbeiten sich zurück**
Bei den Spot-Bitcoin-ETFs folgte nach dem Markteinbruch vom **10. Oktober** eine ausgeprägte Abflussserie; zwischenzeitlich summierten sich die Abflüsse auf rund **9 Mrd. US-Dollar**. Ende Februar und Anfang März drehte die Stimmung teilweise: In diesem Zeitraum konnten die Fonds **deutlich über 2 Mrd. US-Dollar** zurückholen. Zwar schloss die vergangene Woche erstmals seit einem Monat wieder mit mehr Abflüssen als Zuflüssen, doch laut Bloomberg-Analyst **James Seyffart** haben die BTC-ETFs einen Großteil der 2026er Verluste nahezu wettgemacht: Seit dem 10. Oktober seien knapp **~3 Mrd. US-Dollar** der damaligen Abflüsse zurückgedreht worden; per Saldo lägen seit dem 10. Oktober weiterhin **über ~6 Mrd. US-Dollar** Nettoabflüsse vor, auf Jahressicht sei man jedoch fast wieder ausgeglichen.
Im Gegensatz dazu zeigen Ethereum-ETFs ein anderes Muster: Trotz **acht** aufeinanderfolgender Tage mit Nettozuflüssen endete die vergangene Woche insgesamt mit **mehr als 200 Mio. US-Dollar** weniger. Zudem waren diese Produkte in den letzten **11** Wochen nur in **drei** Wochen netto positiv.
Quelle: SoSoValue; Bloomberg/James Seyffart. Ursprungshinweis: CryptoPotato.