Weißes Haus drängt auf Verabschiedung des CLARITY Act vor dem 4. Juli – Kompromiss zu Stablecoin-Belohnungen in Sicht

Das Weiße Haus will den Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) noch vor dem 4. Juli durch den Kongress bringen. Das sagte Patrick Witt, Berater des Weißen Hauses für digitale Vermögenswerte. Der Bankenausschuss des US-Senats dürfte den Gesetzentwurf noch im Laufe dieses Monats voranbringen. Damit gewinnt die Regulierungsvorlage zur Marktstruktur für Krypto-Assets wieder an Tempo, nachdem sie monatelang durch Streitpunkte zu Stablecoin-Renditen sowie durch Formulierungen zu Interessenkonflikten gebremst worden war. Witt zufolge gilt die Debatte über "Stablecoin Rewards" inzwischen weitgehend als beigelegt. Parallel laufen Gespräche über Ethikregeln für Amtsträger und deren Familien weiter. Witt sagte, die Regierung habe eine Kompromisslinie gefunden, die Krypto-Unternehmen und Banken in ähnlichem Maß unzufrieden zurücklasse. Das Thema Stablecoin-Renditen sei für die Administration "abgeschlossen"; nach längeren Verhandlungen zwischen Bankenbranche und Digital-Asset-Unternehmen hätten sich Gesetzgeber auf einen überarbeiteten Rahmen verständigt. Kompromiss zu Stablecoin-Belohnungen treibt Senatsgespräche voran Auslöser der jüngsten Bewegung ist ein Kompromissvorschlag der Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks zu Stablecoin-Belohnungen. Demnach sollen nutzungsbasierte Anreize, die an tatsächliche Aktivität auf einer Plattform gekoppelt sind, weiterhin zulässig bleiben. Modelle, bei denen "Idle Yield" auf passiven Stablecoin-Beständen gezahlt wird, würden dagegen eingeschränkt. Coinbase-Chefjustiziar Paul Grewal unterstützte den Ansatz in einem Interview am Rande der Consensus 2026. Die aktualisierte Fassung sichere die für Coinbases Stablecoin-Geschäft und die breitere Aktivität an den Finanzmärkten wichtigsten Funktionen. Grewal forderte Bankenverbände zudem auf, den Deal nach Monaten der Verhandlungen zu akzeptieren. Nach Grewals Darstellung hatten Vertreter der Banken wiederholt argumentiert, Stablecoin-Belohnungen könnten Abflüsse von Bankeinlagen auslösen. In den Gesprächen zum Gesetz habe die Branche dafür allerdings keine belastbaren Fakten vorgelegt. Weißes Haus prüft Ethikregeln und Pläne für eine Bitcoin-Reserve Witt äußerte sich auch zu den laufenden Verhandlungen über Interessenkonflikt-Regeln. Die Regierung sei offen für Vorgaben, die breit für Regierungsfunktionen gelten – vom Präsidenten bis zu Mitarbeitenden im Kongress. Maßnahmen, die gezielt einzelne Politiker oder deren Angehörige adressieren, lehne das Weiße Haus ab. Außerdem könnten laut Witt "in den kommenden Wochen" neue Informationen zur geplanten U.S. Strategic Bitcoin Reserve folgen. Bundesbehörden würden derzeit Krypto-Bestände der Regierung prüfen, zentralisieren und die Verwahrung stärken – als Umsetzung einer Executive Order von Präsident Donald Trump. Hinweis: Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Finanzberatung oder sonstige Beratung dar. Coin Edition übernimmt keine Verantwortung für Verluste, die durch die Nutzung der genannten Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Leserinnen und Leser sollten vor Handlungen im Zusammenhang mit den genannten Unternehmen Vorsicht walten lassen.