Krypto-Berater des Weißen Hauses deutet baldiges Update zur strategischen Bitcoin-Reserve an

Patrick Witt, Krypto-Berater im Weißen Haus, hat dem Publikum der Veranstaltung "Bitcoin 2026" in Las Vegas ein umfassendes Update zur Strategic Bitcoin Reserve in Aussicht gestellt. Die Trump-Regierung wolle die Details in den kommenden Wochen veröffentlichen. Witt ist Executive Director des President's Council of Advisors for Digital Assets und sagte, sein Team habe beim rechtlichen Rahmenwerk der Reserve einen Durchbruch erzielt. Ziel sei es, noch vor dem Eingang neuer Gesetzesinitiativen im Kongress zu handeln. Die US-Bundesregierung hält nach aktuellen Angaben rund 328.372 BTC, was beim derzeitigen Kurs etwa 25 Mrd. US-Dollar entspricht. Damit gelten die USA als der größte bekannte staatliche Bitcoin-Inhaber. Der Bestand entspricht rund 1,56% des zirkulierenden Bitcoin-Angebots. Der Großteil der Coins stammt aus strafrechtlichen Einziehungen und Beschlagnahmungen durch Ermittlungsbehörden, nicht aus Käufen am Markt. Ein Executive Order aus März 2025 verpflichtete Bundesbehörden, diese Bestände in der Reserve zu bündeln, und untersagte dem Finanzministerium künftige Verkäufe. Witt räumte ein, dass ein Executive Order allein nicht ausreiche. Ohne Gesetzgebung bleibe die "No-Sale"-Politik eine Zusage der aktuellen Regierung und keine dauerhaft verankerte Garantie für Steuerzahler. Seit mehr als einem Jahr erfassen und konsolidieren Behörden Bitcoin aus unterschiedlichen Einziehungsquellen in einer einheitlichen Verwahrstruktur. Laut Witt bildet diese interne Bestands- und Buchhaltungsarbeit die Grundlage für die angekündigte Veröffentlichung. Zu konkreten Inhalten wollte Witt nichts sagen. Er stellte das bevorstehende Update als substanziellen Schritt dar, nicht als reine Formalie. Als nächstes realistisches Zeitfenster für eine gesetzliche Verankerung gilt im politischen Betrieb die Ausarbeitung (Markup) des National Defense Authorization Act (NDAA) Ende 2026. Sollte eine entsprechende Reserve-Regelung diesen Prozess passieren, würden die Bestände per Gesetz zu einem dauerhaften nationalen Vermögenswert. Einige Analysten sehen darin potenziellen Rückenwind für den BTC-Kurs. An den Märkten richtet sich der Blick darauf, ob Witts Ankündigung neue Erwerbsstrategien, Änderungen bei der Verwahrung oder mehr Klarheit in der Bilanzierung signalisiert. Sein Auftreten deutet darauf hin, dass die Regierung von juristischen Auslegungen zu konkreten Maßnahmen übergehen könnte. Der angekündigte Durchbruch dürfte auf Prüfstand kommen: unter anderem durch Krypto-Zar David Sacks sowie Abgeordnete, die die Entwicklungen im Senat zur Reserve-Infrastruktur verfolgen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Exekutive die Konsolidierung der Verwahrung in eine belastbare Bitcoin-Politik überführen kann.