WalletConnect bindet Canton Network an und zielt auf institutionelle Anwendungen

WalletConnect erweitert seine Unterstützung um das Canton Network, eine für die institutionelle Finanzwelt entwickelte Blockchain. Die Kooperation wurde erstmals auf der EthCC in Cannes während einer von The Defiant's Senior Editor Olivia Capozzalo moderierten Paneldiskussion vorgestellt; am heutigen 22. April machten beide Seiten die Details öffentlich. Ziel der Vereinbarung ist es, Cantons auf Datenschutz ausgelegte Infrastruktur in das globale WalletConnect-Ökosystem zu bringen. Damit sollen Nutzer und Anwendungen unter anderem Stablecoin-Zahlungen, tokenisierte Real-World-Assets (RWAs) sowie DeFi-Anwendungen anbinden können. Laut einer von The Defiant eingesehenen Pressemitteilung umfasst das Ökosystem der Krypto-Infrastrukturfirma 700 Krypto-Wallets, 70.000 dezentrale Anwendungen und 55,5 Millionen Nutzer. Diese können nun auf das Protokoll zugreifen. Canton zählt laut CoinGecko zu den Top-20-Chain-Netzwerken nach Marktkapitalisierung. Canton verarbeitet der Mitteilung zufolge monatlich tokenisierte Vermögenswerte im Umfang von über 8 Billionen US-Dollar und wickelt täglich mehr als 350 Milliarden US-Dollar an US-Staatsanleihen ab. Daten von RWAxyz zeigen, dass sich die knapp 330 Milliarden US-Dollar an tokenisierten RWAs auf Canton als "represented asset value" einordnen lassen: Die Blockchain dient demnach vor allem als Register- und Effizienzschicht, ohne eine On-Chain-Distribution zu ermöglichen. WalletConnect-CEO Jess Houlgrave bezeichnete Cantons Privacy-Ansatz als "Voraussetzung, damit Institutionen in großem Maßstab arbeiten können". Die Ankündigung fällt in eine anhaltende Debatte über Cantons Selbstdarstellung als "öffentliche, permissionless Blockchain". Wie The Defiant berichtet, halten Kritiker Canton eher für eine permissioned Datenbank als für eine echte Blockchain, da die Zulassung von Validatoren durch ein Governance-Komitee etablierter Institutionen gesteuert werde. Ungeachtet dessen gewinnt Canton zuletzt deutlich an institutioneller Traktion. JPMorgans US-Dollar-denominierter Deposit-Token soll 2026 schrittweise nativ auf Canton emittiert werden, wie The Defiant berichtete. Zudem wählte die DTCC Canton aus, um einen Teil ihrer US-Treasury-Bestände zu tokenisieren, und verwies dabei auf die Privacy-Funktionen der Plattform. Der Wettbewerb um institutionentaugliche Privatsphäre verschärft sich auch auf anderen Ebenen: Boundless, ein ZK-Proving-Netzwerk, integrierte jüngst in das XRP Ledger, um erstmals eine native Verifikation von Zero-Knowledge-Proofs auf Layer 1 zu ermöglichen. Das soll Institutionen erlauben, Finanzanwendungen auf XRPL zu entwickeln, die privat ausführen und zugleich regulatorische Anforderungen erfüllen, wie The Defiant berichtete. Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Workflows erstellt. Alle Beiträge werden von Menschen kuratiert, redigiert und gegengeprüft.