Wall Street warnt vor Inflations-Neubewertung: US-Anleiherenditen steigen über 5%, Öl bleibt über 100 US-Dollar

BlockBeats berichtet: Am 18. Mai warnten Wall-Street-Häuser, dass die Märkte Inflations- und Zinsrisiken unterschätzen könnten, obwohl US-Aktien auf hohem Niveau verharrten. Auslöser ist der jüngste Renditeanstieg: Die 30-jährige US-Staatsanleihe kletterte über 5%, die 10-jährige über 4,5%. Das nährt Sorgen, dass die Bewertungen von Risikoanlagen unter Druck geraten. Analysten verweisen auf die Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran. Seitdem halten sich die internationalen Ölpreise über 100 US-Dollar je Barrel. Die Aussicht auf längerfristige Störungen in der Straße von Hormus verstärkt die Befürchtungen vor einer neuen Inflationswelle. Capital Economics betont, dass die Märkte ein Extrem-Szenario einer lang anhaltenden Blockade der Straße von Hormus bislang nicht vollständig eingepreist hätten. Zwar stützen KI-Investitionsfantasie und robuste Unternehmensgewinne weiterhin den US-Aktienmarkt, doch einige Institute sehen die Bewertung als anspruchsvoll: Das Forward-KGV des S&P 500 liege bei 21,3 und damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Sollte der Anleihemarkt die Inflation neu bewerten, könnten Aktien gleichzeitig von Bewertung und Liquidität her unter Druck geraten.