Großbanken verschieben Prognosen für erste Fed-Zinssenkung auf 2026 und 2027

Mehrere große Wall-Street-Banken und makroökonomische Research-Häuser verschieben ihre Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank zunehmend nach hinten. Vor allem nach den US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) für April haben einige Institute frühere Annahmen revidiert und erwartete Schritte ganz gestrichen oder weiter in die Zukunft verlegt. Rund die Hälfte der Beobachter rechnet mittlerweile damit, dass es 2026 zu keiner Zinssenkung kommt. Marktbeobachter sehen Spielraum für einen weiteren Anstieg des "Keine-Senkung"-Lagers, falls sich der aktuelle Trend fortsetzt. Als Hauptgründe gelten ein robuster Inflationsausblick und ein weiterhin starker Arbeitsmarkt, die den Druck auf die Fed erhöhen, das Zinsniveau länger hoch zu halten. Laut Prognoseübersicht vom 8. Mai 2026 ergeben sich folgende Fed-Erwartungen der Institute: Bank of America: erste Zinssenkung im Juli 2027 Barclays: erste Zinssenkung im März 2027 BNPP: keine Änderung auf unbestimmte Zeit Citigroup: erste Zinssenkung im September 2026 Deutsche Bank: keine Änderung auf unbestimmte Zeit Goldman Sachs: erste Zinssenkung im September 2026 HSBC: keine Änderung auf unbestimmte Zeit Jefferies: erste Zinssenkung im September 2026 JP Morgan: keine Änderung auf unbestimmte Zeit Morgan Stanley: erste Zinssenkung im Januar 2027 MPA Macro: keine Änderung auf unbestimmte Zeit MUFG: erste Zinssenkung im Juli 2026 Nomura: erste Zinssenkung im September 2026 Oxford Economics: erste Zinssenkung im Dezember 2026 RBC: keine Änderung auf unbestimmte Zeit TD Securities: erste Zinssenkung im September 2026 UBS: erste Zinssenkung im Dezember 2026 Wells Fargo: erste Zinssenkung im September 2026 *Dies stellt keine Anlageberatung dar. Weiterführend: Großbanken haben ihre Prognosen zum Zeitpunkt der ersten Fed-Zinssenkung aktualisiert.