Volo Protocol auf Sui nach Exploit über 3,5 Mio. US-Dollar: Vaults eingefroren
Volo Protocol, eine Liquid-Staking-Plattform im Sui-Ökosystem, hat einen Sicherheitsvorfall gemeldet. Nach Angaben des Teams wurden aus den Vaults Vermögenswerte im Wert von rund 3,5 Mio. US-Dollar entwendet. Betroffen waren drei Vaults mit Beständen in WBTC, XAUm und USDC.
Laut einem offiziellen Update wurde der Angriff erkannt und umgehend reagiert: Volo informierte die Sui Foundation sowie weitere Partner und fror die betroffenen Vaults ein, um weitere Abflüsse zu verhindern. Im Zuge der Maßnahmen wurden vorübergehend sämtliche Vaults eingefroren, bis Untersuchung und Behebung abgeschlossen sind.
Die Schwachstelle sei auf die drei kompromittierten Vaults begrenzt. Die übrigen Vaults, die zusammen rund 28 Mio. US-Dollar an Total Value Locked ausmachen, seien nicht betroffen und weiterhin sicher; ein gemeinsamer Angriffsvektor bestehe nicht.
Das Team arbeitet nach eigenen Angaben mit Onchain-Ermittlern und Partnern an der Rückführung der entwendeten Mittel und will nach Abschluss der Untersuchung einen detaillierten Postmortem-Bericht veröffentlichen. In späteren Updates berichtete Volo, dass Vermögenswerte im Umfang von etwa 500.000 US-Dollar, die mit dem Exploit in Verbindung stehen, eingefroren wurden. Zudem habe man den Versuch des Angreifers vereitelt, 19,6 WBTC aus dessen Kontrolle heraus zu bridgen. Derzeit werde mit Teilnehmern des Ökosystems das geeignete Verfahren abgestimmt, um die abgefangenen Assets zurückzuführen.
Volo erklärte, den finanziellen Verlust auffangen zu können und die Auswirkungen möglichst nicht an Nutzer weiterzugeben. "Wir sind aktuell im Schadensbegrenzungsmodus. Danach erarbeiten wir einen Plan zur Behebung, und eine vollständige Aufschlüsselung folgt in Kürze."
Auch andere DeFi-Protokolle waren im April Ziel größerer Angriffe. So wurden beim Solana-basierten Drift Protocol in rund 12 Minuten etwa 285 Mio. US-Dollar abgezogen; der Großteil der Mittel wurde kurz darauf nach Ethereum gebridged. Onchain-Aktivitäten, die dem Angriff zugerechnet werden, sollen bereits am 11. März begonnen haben. In einem weiteren Fall verlor Rhea Finance auf Basis des NEAR-Protokolls nach einem Oracle-Manipulationsangriff schätzungsweise 7,6 Mio. US-Dollar. KelpDAO verzeichnete den bislang größten DeFi-Hack des Jahres: Angreifer entwendeten rund 292 Mio. US-Dollar aus der Crosschain-Bridge, die auf Infrastruktur von LayerZero Labs aufsetzt.